Längst nicht ausgehämmert

Hammerfall feiern 20-Jähriges in der Stadthalle

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Hoch der Hammer – hoch die Gitarre: Hammerfall gaben vor 1700 Fans alles.

Langen - „Hammer High – to the sky – follow the warrior . . . “ Nach zwei Jahren stehen die Templars of steel wieder in Langen auf der Bühne und die 1.700 Köpfe starke Headbanger-Streitmacht ist vom ersten Ton an da. Von Holger Borchard

Joacim Cans, Oskar Dronyak & Co. machen den von den Vorbands Lancer und Gloryhammer bestens angeheizten Metal-Fans das Abgehen aber auch denkbar leicht: „Hector’s Hymn“ und „Riders of the Storm“ als krachender Einstiegspack zünden die Lunte an für schnörkellos-hämmernde 105 Konzertminuten. Die bieten neben Songs der neuen Scheibe Begegnungen mit länger nicht live gehörtem Material à la „Crimson Thunder“ und als Höhepunkt ein mit Bandklassikern gespicktes Medley.

20 Jahre stehen Hammerfall mittlerweile auf der Bühne – der vor Agilität und Sangesfreude strotzende Frontmann Cans wird nicht müde, es im Laufe der Show zu repetieren. Mit „Glory to the Brave“ fing 1997 alles an. Ein paar Jährchen später – längst noch nicht so populär und gefeiert – standen die Schweden erstmals in Langen auf der Bühne, haben seither gute Erinnerungen an den Standort vor den Toren Frankfurts und kommen immer gerne wieder. „Wer sieht uns das erste Mal live?“, will Cans wissen. Überraschend viele Fäuste gehen in die Höhe. „Und wer war schon öfter da?“ Die klare Faust-Mehrheit schießt gen Decke – „danke Leute, euch allen! Haltet uns auch die nächsten 20 Jahre die Treue!“

„Bring It“ ist der erste Livesong der neuen Scheibe, später folgen Titel- und Tour-Track „Built to last“, „Dethrone and defy“ und in der Zugabe „Hammer High“. Die Ursprünge in Erinnerung rufen „Renegade“ und natürlich „Glory to the Brave“ – Letzteres in Kombination mit dem „Medley to he Brave“, das in Kurzvarianten nacheinander „Stone Cold“, „Steel Meets Steel“ „Unchained“, „HammerFall“ und „The Metal Age“ raushaut. Mann stelle sich vor, die hätte es alle noch komplett gegeben...!

Extra-Gimmick, nur in Langen zu haben: die komplette Halle singt Gitarrist Oskar Dronjak ein ausgedehntes Ständchen zum 45. Geburtstag. Dafür gibt’s von Oskar und Kumpels, darunter Neu-Drummer Johan Koleberg, ein Sonderlob. Ehe das Licht in der Halle schließlich angeht, beschert die Zugabe neben „Hammer High“ mit „Bushido“ und dem unverwüstlichen „Hearts on fire“ zwei schweißtreibende Rausschmeißer.

Bilder von K.I.Z. in der Offenbacher Stadthalle

Bilder: Ausverkauftes Konzert von K.I.Z in der Stadthalle

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