Ziel ausgerufen

Hauptaugenmerk auf U3-Plätzen

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Langen - Den Ausbau der U3-Betreuung hat der Magistrat als vorrangiges Ziel ausgerufen. Dass Plätze fehlen, geht aus dem aktualisierten Kita-Bedarfs- und Entwicklungsplan hervor.

In der Stadt gibt es nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt praktisch für alle Drei- bis Sechsjährigen Betreuungsplätze. Bei den unter Dreijährigen komme die Stadt mit knapp 33 Prozent zwar nahezu auf die ursprünglich vom Bund angegebene Betreuungsquote von 35 Prozent, die aber gerade in Ballungsgebieten deutlich zu gering sei.

Bei den Allerjüngsten reiche der Versorgungsgrad bei Weitem nicht aus: Der tatsächliche Bedarf sei wesentlich höher. „Derzeit haben wir 141 Voranmeldungen für Ein- bis Dreijährige, deren Eltern auf einen Krippenplatz warten“, sagt Gebhardt. Klagen von Eltern, die keinen Platz erhalten haben, seien derzeit noch beim dafür zuständigen Kreis in der Bearbeitung, ergänzt Fachdienstleiterin Sandra Wettlaufer.

172 Betreuungsplätze

Für diese Altersgruppe gibt es derzeit in Langen 172 Betreuungsplätze. Weitere 47 werden durch die Tagespflege bereitgestellt. Durch den Neubau der Kita Zimmerstraße kommen im übernächsten Jahr 20 U3-Plätze hinzu. Die Bilanz verbessern wird zudem der geplante Anbau an die Kita der Martin-Luther-Gemeinde in Oberlinden. Nachdem die dortigen Probleme offenbar gelöst sind (unsere Zeitung berichtete), rechnet Gebhardt damit, dass die städtischen Gremien im November eine neue Vorlage beschließen können. Die Stadt fördert den Anbau, durch den ebenfalls 20 neue U3-Plätze geschaffen werden sollen, mit einem Zuschuss.

Für Kinder ab drei Jahren gibt es in Langen 1239 Plätze. Die daraus errechnete Versorgungsquote von knapp 100 Prozent ist ein Mittelwert, der in den verschiedenen Stadtteilen unter- oder übertroffen wird. Allerdings können Eltern nicht immer einen Platz in der gewünschten Einrichtung erhalten, erklärt Fachfrau Wettlaufer. „Aber wir können allen Kindern, die in diesem Jahr drei werden, einen Platz anbieten.“

Bedarf an Kinderbetreuung steigt

Durch neue Baugebiete wie an der Elisabeth-Selbert-Allee, der Liebigstraße oder im Belzborn wird Langen wachsen, der Bedarf an Kinderbetreuung steigt. „Wir werden in Zukunft weitere Einrichtungen brauchen“, betont Gebhardt. Ein Hauptaugenmerk liege dabei auf dem Ausbau der U3-Betreuung, aber auch für die drei- bis sechsjährigen Kinder würden in absehbarer Zeit zusätzliche Plätze benötigt.

ble

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