Hobby-Fotograf mit dem Blick für Verborgenes

Hexen, Spuk und eine Schlangenkönigin

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Der Spitze Turm in der Langener Altstadt bei Nacht. Der Sage zufolge kann man von ihm und seinem stumpfen Pendant aus in finsteren, stürmischen Nächten das Wehklagen eines habgierigen Hegmeisters vernehmen.

Langener Geschichten und Mythen: Sie werden von einer Generation zur nächsten weitererzählt – dass dies so bleibt, ist Heimatkundigen wie Reinhold Werner zu verdanken.

Langen – Er ist ein „Länger Bub“, begeisterter Hobby-Fotograf mit dem Blick für Verborgenes, städtischer Kulturpreisträger 2018 und teilt sein profundes Wissen zur lokalen Kulturgeschichte gerne mit anderen. Reinhold Werner holt sein Publikum gerne mit Bildern ab, nimmt es mit auf Kurztrips zu Naturdenkmalen, Meilensteinen oder vergessenen Landmarken vor der Haustür. Ebenso gerne lässt er auch mal die Grenzen verwischen zwischen Dichtung und Wahrheit – dem, was war und dem, was hätte sein können.

Längst vergangene Zeiten stehen im Mittelpunkt von Werners nächstem Bildvortrag: Am Mittwoch, 27. März, wird es in der Stadtbücherei im Stadthallenkomplex um Sagen, Märchen und Mythen der Landschaft Dreieich gehen. Los geht’s um 19.30 Uhr, Interessierte sind mit drei Euro dabei. Den roten Faden liefern wird dem Heimatkundler die 1994er-Sonderausgabe der von Karl Nahrgang begründeten Schriftenreihe „Landschaft Dreieich“. Dieser Band trägt den Titel „Sagen, Mythen und Märchen aus der Dreieich“ – und die Handschrift von Werners Heimatforscher-Kollegen Gerd J. Grein. Garniert mit stimmungsvollen Fotos verspricht Werner eine fantatische Abendreise zum Gruseln, Lächeln und Nachdenken mit Hexengeschichten, Schauermärchen, geheimnisvollen Schätzen, verlorenen Wegen und sogar einer Schlangenkönigin, deren Ausgangspunkt die Langener Koberstadt ist. (hob)

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