Hoffen auf Salz-Lieferung

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Groß ist der Haufen nicht mehr im Salzlager der Kommunalen Betriebe Langen: „Übers Wochenende werden wir noch kommen“, sagt Peter Müller, Leiter des Winterdienstes. In diesem Winter wurde schon fast die dreifache Menge des mehrjährigen Durchschnitts verbraucht – und ein Ende der Einsätze gegen Schnee und Eis ist nicht in Sicht.

Langen/Egelsbach ‐ „In einem normalen Winter verbrauchen wir etwa 60 Tonnen Streusalz“, sagt Peter Müller, Leiter des Winterdienstes bei den Kommunalen Betrieben Langen (KBL). Aber was ist an diesem Winter schon normal? Von Markus Schaible

160 Tonnen wurden bereits auf Langens Straßen verteilt, erheblich mehr als die 120 Tonnen, die zu Beginn der kalten Jahreszeit eingelagert waren. „Wir mussten also bereits nachkaufen“, so Müller, trotzdem ist das Lager nicht mehr allzu voll. „Wir strecken das Salz mit Splitt und werden das Wochenende noch hinbekommen“, sagt der KBL-Mann. „Und für nächste Woche ist eine weitere Lieferung versprochen.“

Wenn es – wie jetzt angekündigt – schneie, werde sowieso kein Salz gestreut. „Das macht keinen Sinn. Wir schieben den Schnee, streuen mit Splitt und erst, wenn es nicht mehr schneit, nehmen wir Salz.“ 22 Mitarbeiter sind täglich von 4 Uhr bis Mitternacht unterwegs bzw. in Bereitschaft, in den vier Nachtstunden würden sie nur im Katastrophenfall ausrücken.

Recht machen könne man es nie allen, berichtet Müller aus der Praxis. Prinzipiell werden Nebenstraßen nicht gestreut. „Dann ruft einer an und sagt, es ist spiegelglatt. Wir streuen, dann ruft der Nächste an und fragt, warum wir denn da streuen.“ Aber natürlich gebe es auch Lob – „das gleicht sich aus“.

In Egelsbach ist das Salzlager nach wie vor gut gefüllt. Für Montag sei schon die nächste Lieferung angekündigt, war vom Bauhof zu erfahren.

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