Hügelgräber und ein Mann ohne Kopf

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Zum Beispiel so kann es aussehen - ein Hügelgrab. 79 amtlich registrierte Hügelgräber stehen bei den Touren von Reinhold Werner auf dem Programm.

Langen ‐ Es sind nicht immer die Dinge, die einem sofort ins Auge stechen: Bei seinen Exkursionen will der Heimatkundler Reinhold Werner den Blick der Teilnehmer für Kleinigkeiten schärfen, aber natürlich auch die größeren Sehenswürdigkeiten nicht außer Acht lassen. Von Markus Schaible

Das Seniorenzentrum Haltestelle als Veranstalter plant in diesem Jahr fünf weitere Exkursionen. Da sie etwas länger sind, steigen die Teilnehmer dabei aufs Fahrrad. Vom Bahnhof bis ins Mühltal verläuft eine Tour, die an Langener Brunnen Station macht und an die natürliche Wasserversorgung erinnert. Das Mühltal ist auch das Ziel, wenn es um den Sterzbach und seine Mühlen geht. Während der Bach heute gemächlich durch die Altstadt plätschert, trieb er in früheren Jahren mit seiner Kraft bis zu sechs Mühlen an, die Holz sägten oder Korn mahlten. Die älteste ist die Merzenmühle, die zu Beginn des 15. Jahrhunderts erstmalig urkundlich erwähnt wurde, bis 1959 in Betrieb war und heute ein Restaurant beherbergt.

Am Steinberg beginnt ein Ausflug, der zunächst zum Ernst-Ludwig-Teich und von dort in die Koberstadt führt. Die kann mit zahlreichen Sagen aufwarten: Angeblich kurvt dort ein mit Katzen bespannter Wagen umher, ein Mann ohne Kopf geht spazieren und ein Hirsch bringt Wanderer vom Weg ab. Es gibt aber auch Reales zu sehen: 79 amtlich registrierte Hügelgräber, die vor rund 3.000 Jahren angelegt wurden.

Zwischen Steinberg, Langener Norden und Bahnhof informiert Werner an Ort und Stelle über die Naturdenkmale in der Stadt. Und schließlich geht es bei einer Fahrt auf dem RULA-Radweg rund um Langen. Einen festen Terminplan gibt es bislang noch nicht. Wer an einer oder mehreren Exkursionen teilnehmen möchte, kann sich aber schon jetzt im Seniorenzentrum Haltestelle, Stresemannring 3, Tel.: 91190, melden.

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