Identitätsstiftend

Kulturpreis 2020: Stadt Langen übergibt Urkunde an unsere Redaktion

Kulturpreisträger 2020: Das Team der Langener Redaktion mit (von links) Fotograf Marc Strohfeldt, Julia Radgen, Redaktionsleiter Frank Mahn und Markus Schaible.
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Kulturpreisträger 2020: Das Team der Langener Redaktion mit (von links) Fotograf Marc Strohfeldt, Julia Radgen, Redaktionsleiter Frank Mahn und Markus Schaible.

„Etwas weniger festlich als üblich, aber dadurch nicht weniger bedeutend“ –  mit diesen Worten hat Bürgermeister Frieder Gebhardt unserer Redaktion den Kulturpreis 2020 der Stadt Langen überreicht.

Langen - Wir teilen uns die Auszeichnung in diesem Jahr mit der Buchhandlung litera und dem Buchladen am Lutherplatz – die Jury sieht das als Plädoyer für das gedruckte Wort und die Lesekultur.

„Die Stadt profitiert in jeder Hinsicht von der Langener Zeitung“, betonte Gebhardt, hob aber gleichzeitig hervor, dass es sich stets um eine kritische Begleitung des Lebens in der Stadt handele. „Es ist nie Hofberichterstattung, aber stets sehr fair.“ Enorm profitieren würden Vereine, Kulturschaffende, heimische Geschäftswelt und die demokratischen Instanzen – „die Langener Zeitung ist identitätsstiftend“, so der Bürgermeister.

„Sie begleitet mich schon mein ganzes Leben“, betonte Joachim Kolbe, städtischer Fachbereichsleiter unter anderem für Kultur, der seit über 40 Jahren in Diensten der Verwaltung steht. Anfangs als zweimal wöchentlich erscheinende reine Lokalzeitung, seit 1998 täglich als Lokalausgabe der Offenbach-Post. Er bescheinigt: „Die Qualität der Zeitung ist über die Jahre immer besser geworden.“ Unsere Berichterstattung habe eine hohe Glaubwürdigkeit. „Ich habe gewusst, ab und an bekomme ich eins auf die Rübe“ – aber das mache die unabhängige Berichterstattung aus. „Die Langener Zeitung spielt eine ganz wichtige Rolle in der Diskussions- und Informationskultur in der Stadt.“ Je weniger informiert die Menschen über das lokale Geschehen seien, desto absurder würden die Wünsche an die Politik und das „Schwarmwissen“ im Internet.

„Es ist außergewöhnlich, als Zeitungsredaktion in einer Stadt als Kulturschaffender geehrt zu werden“, sagte Axel Grysczyk, stellvertretender Chefredakteur. „Das macht uns super stolz. Die Auszeichnung ist ein Beweis, dass wir gute Leute in unseren Reihen haben.“ Und sie zeige, dass die Langener Zeitung nicht nur Berichterstatter, sondern Teil des Lebens in der Stadt sei.

„Es ist schade, dass Hans Hoffart das nicht mehr erlebt“, erinnerte Redaktionsleiter Frank Mahn an den Mann, der die Zeitung über viele Jahre geprägt hat. Er selbst hat noch mit dem „Vater des Ebbelwoifestes“ zusammengearbeitet, zu einer Zeit, als Fotos auf Negativfilm aufgenommen wurden und in der Dunkelkammer entwickelt werden mussten.

Möglich wird die Arbeit unserer Redaktion aber nicht nur durch die hauptberuflichen Journalisten (aktuell sind neben dem Autor dieser Zeilen noch Julia Radgen, Nicole Jost und der derzeit erkrankte Holger Borchard für die Berichterstattung und Gestaltung der Lokalseiten Langen/Egelsbach zuständig), sondern auch durch die freien Mitarbeiter. Sie sind es, die ebenfalls oft an Wochenenden oder abends bei Vereinen oder auf Veranstaltungen unterwegs sind und in Wort und Bild darüber berichten. Insofern ist der nicht dotierte Kulturpreis auch eine Anerkennung ihrer Arbeit – erwähnt sein sollen deshalb an dieser Stelle Sina Beck, Vanessa Kokoschka, Julia Lotz, Paul Dieler, Moritz Kegler, Timo Kurth, Leo F. Postl, Gunther Sehring, unser Karikaturist Jörg Buxbaum und last, but not least Fotograf Marc Strohfeldt.

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