Betreuungseinrichtung beim TV Langen nimmt langsam Form an

In 17 Puzzleteilen zur neuen Sport-Kita

Kommt eine Kita angeflogen: Bürgermeister Jan Werner (Dritter von links) und Landrat Oliver Quilling (Fünfter von links) begutachten zusammen mit Vertretern von TV Langen, Arbeiter-Samariter-Bund, Volksbank Dreieich und der Firma Sehring die ersten Module.
+
Kommt eine Kita angeflogen: Bürgermeister Jan Werner (Dritter von links) und Landrat Oliver Quilling (Fünfter von links) begutachten zusammen mit Vertretern von TV Langen, Arbeiter-Samariter-Bund, Volksbank Dreieich und der Firma Sehring die ersten Module.

Ein besonderes Kinderbetreuungsprojekt nimmt langsam Form an: In den vergangenen Tagen wurden die Module für die neue Sport-Kita auf dem Gelände des TV Langen angeliefert, die im Dezember in Betrieb gehen soll.

Langen – Die Einrichtung unter Trägerschaft der Lehrerkooperative des Arbeiter-Samariter-Bundes Hessen (ASB) soll in der ersten Ausbaustufe Platz für 75 Drei- bis Sechsjährige bieten, die Bewerbungsverfahren für das pädagogische Personal laufen bereits auf Hochtouren, wie die Stadt mitteilt. Zugeteilt werden die neu entstehenden Kita-Plätze über das Vergabesystem der Stadt.

Mit der Kita in Fertigbauweise entstehen im Winter insgesamt drei neue Gruppen mit je 25 Kindern und sportlichem Schwerpunkt. Die 17 rechteckigen Module beinhalten zudem Ruhe- und Personalräume, sanitäre Anlagen und eine Küche. Bis der endgültige Bau im Jahr 2024 fertig ist, kommen noch einmal zehn Module hinzu, sodass zwei weitere Gruppen mit jeweils 25 Kindern im Sportpark Oberlinden ihren Platz finden. Die Sport-Kita wird mit fast 4 000 Quadratmetern das größte Außengelände aller Betreuungseinrichtungen in Langen haben. Zudem soll das Toben und Spielen in der benachbarten Georg-Sehring-Halle ein fester Bestandteil des Kita-Alltags sein.

Stadt Langen zahlt Betriebskostenzuschuss von rund 450 000 Euro

Von einem „zukunftsweisenden Projekt“ spricht Bürgermeister Jan Werner. „Für die Stadt Langen ist die Sport-Kita ein weiterer wichtiger Baustein bei der Erfüllung des Rechtsanspruchs der Eltern auf einen Betreuungsplatz.“ Das Land fördert den Kita-Ausbau zwar, die jährlich wiederkehrenden Betriebskosten werden allerdings weitgehend von der Stadt getragen, die zudem für Einrichtung und Erstausstattung (Bastel- und Spielmaterial und Ähnliches) 118 000 Euro zusteuert. Der TVL ist Bauherr und erstellt das Gebäude sowie das Außengelände.

Die Kosten für den Bau werden auf die Betriebskosten des ASB umgelegt. Dieser wird von der Stadt verpflichtet, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Zuschüsse und Spenden zu erhalten und den städtischen Anteil zu verringern. Im städtischen Etat eingeplant ist für die Sportkita ein Betriebskostenzuschuss von rund 450 000 Euro im Jahr 2022. Die Volksbank Dreieich und die Sparkasse Langen-Seligenstadt unterstützen das Projekt mit günstigen Krediten, die Firma Sehring mit Baumaterial.

Weitere infos

Fragen zur Sportkita können Eltern an gwendolyn.hartung@lehrerkooperative.de richten.

Beim TVL stemmen die Vorstandsmitglieder das Großprojekt im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Arbeit. „Wir bieten Sport für alle im Alter von null bis 99 und darüber hinaus an. Eine Kita mit Schwerpunkt in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung war für uns ein logischer Schritt“, sagt Kai Forst, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand. Wichtig sei dem Verein, dass damit schon für die Kleinen ein Zugang zum Breitensport geschaffen werde. „Hier gibt es – gerade jetzt nach Schul- und Vereinspausen durch Corona – ganz viel Förderbedarf“, verdeutlicht Forst.  (msc)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare