Aktionsbündnis Langener Bannwald weiter aktiv

Infoabend und Demo zum Kiesabbau

Langen -  Das Aktionsbündnis Langener Bannwald macht weiter mit seinem Protest gegen den Kiesabbau südöstlich des Waldsees. Gleichzeitig geht die Firma Sehring rechtlich gegen den Sprecher des Bündnisses sowie die Grünen vor. Von Markus Schaible 

Das Aktionsbündnis Langener Bannwald, zu dem sich verschiedene Naturschutzorganisationen und politische Gruppen zusammengeschlossen haben, organisiert am Montag, 5. März, in der Stadthalle, Südliche Ringstraße 77, Tagungsraum 2, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung mit dem Titel: „Zukunft des Langener Bannwaldes“. Beginn ist um 19.30 Uhr. Referent ist Thomas Norgall, stellvertretender Geschäftsführer des BUND Hessen.

Knapp zwei Wochen später veranstaltet das Aktionsbündnis eine weitere Demonstration. Treffpunkt am Samstag, 17. März, ist um 11 Uhr vor der Stadtkirche.

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Im Zusammenhang mit der Infoveranstaltung haben der Sprecher des Bündnisses, Matthias Rohrbach, sowie die Langener Grünen Post von Rechtsanwalt Dr. Severin Müller-Riemenschneider aus Frankfurt bekommen. Grund: In der Ankündigung, die es sowohl als Flugblatt als auch im Internet gibt, sollen „unwahre und damit rechtswidrige Unterstellungen“ gegenüber der Firma Sehring Sand & Kies zu finden sein. Beanstandet werden die Formulierung „Weder die Lebensgrundlage zahlreicher Tiere und Pflanzen und die Quelle sauberer Luft und sauberen Trinkwassers für die Region werden dabei geachtet, noch wird auf laufende Gerichtsverfahren Rücksicht genommen“ sowie der Vorwurf, es gehöre „zu einer Jahrzehnte alten ,Tradition‘ von Sehring, im Zuge der Ausweitung des Sand- und Kiesabbaus weitere Teile des Langener Bannwaldes zu roden“.

Die Beschuldigten sollen bis heute Abend eine Unterlassungserklärung unterzeichnen, der zufolge sie diese „unwahren Tatsachenbehauptungen“ künftig nicht mehr erheben. Tun sie das dennoch, würde eine Vertragsstrafe von 5000 Euro fällig. Zudem sollen sie fast 1400 Euro Gebühren bezahlen.

Bilder: Bannwald erhalten oder Kies abbauen?

Für Rohrbach ist das anwaltliche Vorgehen von Sehring ein Beweis, dass die Firma „jetzt langsam Angst vor unserem Bündnis bekommt“. Er werde sich davon in seinem Kampf gegen den Kiesabbau nicht beeinträchtigen lassen.

„Sehring zündet jetzt die nächste Eskalationsstufe“, analysiert Jens Duffner, Fraktionssprecher der Grünen: „Er will seine Gegner mundtot machen."

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