Nur zum Wählen anstecken

Initiative WählenGehen: Videokonferenz für Erstwähler in Langen

Die knallgelben Plakate kann man sich bei den Kirchengemeinden abholen und ein Zeichen setzen.
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Die knallgelben Plakate kann man sich bei den Kirchengemeinden abholen und ein Zeichen setzen.

Da die Wahlbeteiligung in Langen traditionell niedrig ist, wirbt die Initiative WählenGehen für die Stimmabgabe bei der Kommunalwahl. Neben Plakaten gibt es in diesem Jahr auch eine besondere Aktion für Erstwähler.

Langen – Die Initiative WählenGehen ist ein Zusammenschluss von Kirchengemeinden, dem Gewerkschaftsbund DGB und dem Langener Gewerbeverein, der sich seit 2017 dafür einsetzt, die traditionell niedrige Wahlbeteiligung in Langen zu steigern. Seit dem vergangenen Jahr ist auch das Jugendforum Teil der Initiative. Da die Langener am 14. März eine neue Stadtverordnetenversammlung und einen neuen Kreistag wählen, rufen die Bündnispartner wieder dazu auf, vom demokratischen Grundrecht Gebrauch zu machen.

„Das Ergebnis einer Wahl ist umso aussagekräftiger, je mehr Personen sich daran beteiligen. Je mehr angekreuzte, gültige Stimmzettel in den Wahlurnen liegen, umso deutlicher ist erkennbar, was die Gesamtheit der Bürgerschaft für die nächsten Jahre will oder nicht will“, so die unabhängige private Initiative. „Wir wollen unsere Mitbürger davon überzeugen, dass ihre Stimme wichtig ist.“

Angesichts der Corona-Beschränkungen sind die Möglichkeiten, direkt mit den Kandidatinnen und Kandidaten – etwa an Infoständen – ins Gespräch zu kommen, nicht gegeben. Zumindest im Internet kann man sich über die Programme der Parteien und Wählerinitiativen informieren. „Wir bitten aber alle darum, Angehörigen, Freunden und Nachbarn zu helfen, die keinen direkten Zugang zu diesen Medien haben, damit sie trotzdem entsprechende Informationen erhalten“, betont WählenGehen.

Zudem ruft das Bündnis wieder dazu auf, seine auffälligen gelben Plakate mit dem Schriftzug „Ich gehe wählen! Und du?“ gut sichtbar am heimischen Zaun, Balkon oder Fenster anzubringen und so ein Zeichen für die Teilnahme an der Kommunalwahl zu setzen – und zugleich andere zu motivieren. Denn die Initiative ist überzeugt: Wählen gehen kann anstecken! „Eine Erkenntnis aus zahlreichen Wahlforschungen ist es, dass dort, wo in der Nachbarschaft viele Menschen zur Wahl gehen, auch eine unentschlossene Person eher zur Wahl geht als in Gebieten mit erkennbar niedrigen Wahlbeteiligungen“, so die Initiative.

Da sich die Langener aber lediglich mit dem „Wahl-Virus“ anstecken sollen, hat die Initiative selbst eine digitale Veranstaltung mit ihrem jüngsten Mitglied, dem Langener Jugendforum, auf die Beine gestellt. Auf Anregung des Jugendforums will das Bündnis diesmal speziell Erstwählerinnen und Erstwähler ansprechen.

Sie wurden persönlich angeschrieben und zu einer Video-Konferenz mit Vertretern der Langener Parteien eingeladen. Die Kandidaten stellen sich am Freitag, 19. Februar, ab 17 Uhr den Fragen der jungen Leute. Die Aktion wird von der Partnerschaft für Demokratie „Vielfalt in Langen“ innerhalb des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesfamilienministerium und das Hessische Sportministerium gefördert. Darüber hinaus setzt die Initiative WählenGehen auf die Hilfe von Vereinen, Unternehmen, Einzelhändlern, Wohnungsbaugesellschaften und möglichst vielen Einzelpersonen, die mit dem gelben Plakat Stellung beziehen.

Kostenlose Exemplare sind in drei Versionen und Größen bei der Evangelischen Kirchengemeinde, Bahnstraße 44, jeweils montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter vorheriger Anmeldung, 06103 22820, abzuholen. Bei der katholischen Pfarrei Sankt Jakobus, Albertus-Magnus-Platz 2, sind sie montags bis freitags 8 bis 12 Uhr sowie dienstags bis donnerstags 13.30 bis 17.30 Uhr zu haben (Anmeldung unter 06103 23542). (jrd)

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