Aus „Quartier Central“ wird „Stadtpalais“

Innenstadt-Wohnungen gefragt

Marode: Die vier einstigen Wohnhäuser sind heute unbewohnbar. Doch die Grundstücke in bester Lage sollen genutzt werden, um die Bahnstraße zu beleben.
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Marode: Die vier einstigen Wohnhäuser sind heute unbewohnbar. Doch die Grundstücke in bester Lage sollen genutzt werden, um die Bahnstraße zu beleben.

Langen - Die Planung für die Bebauung der Grundstücke Bahnstraße 37-43 mit einem Supermarkt („Magnet“) und Wohnungen kommt zügig voran. Von Markus Schaible

In Kürze erwarten die Investoren die Baugenehmigung für das Projekt, dessen Namen nun nicht mehr „Quartier Central“, sondern „Stadtpalais Langen“ lautet. Nach den energischen Protesten von Nachbarn und den politischen Diskussionen ist es still geworden um das Bauprojekt, das nach Ansicht der Stadtverwaltung und der großen Mehrheit der Kommunalpolitiker die Bahnstraße als Einkaufsmeile attraktiver machen wird. So können die Investoren sich darauf konzentrieren, die weiteren Weichen zu stellen.

Eine bedeutende Änderung hat sich seit dem Beschluss des Parlaments für das Projekt ergeben: „Wir konnten das Haus Bahnstraße 37 kaufen“, berichtet Bernhard Kaiser, Vorstandsvorsitzender des Dreieicher Projektentwicklers Open Mainded, der das Quartier als Joint Venture mit der Activ Group, Schemmerhofen, entwickelt. Damit sind alle vier Gebäude des Ensembles vis-à-vis der Zimmerstraße bebaubar. Drei der Häuser hatte die Stadt besessen; das vierte aber war in privater Hand und stand bislang nicht zur Verfügung.

Nachdem die Investoren auch das Haus Bahnstraße 37 (rechts) kaufen konnten, stehen vier Grundstücke für das „Stadtpalais“ mit Supermarkt, weiterem Gewerbe und Wohnungen zur Verfügung.

„Der Eingangsbereich wird sich dadurch etwas verändern“, kündigt Kaiser an. Es werde eine weitere, etwa 250 Quadratmeter große Gewerbefläche entstehen. „Wir sind mit verschiedenen Interessenten im Gespräch, auch aus Langen, was dort stattfinden kann“, so Kaiser. Noch sei nichts spruchreif, aber „wir haben auch keine Not, das übers Knie brechen zu müssen“. Auf jeden Fall werde es „etwas Hochwertiges“ werden. Verändert hat sich auch der Name: Sollte das Projekt eigentlich „Quartier Central“ heißen, wurde es mittlerweile in „Stadtpalais Langen“ umgetauft. Untertitel: „Modernes Wohnen für leidenschaftliche Städter“. Und von denen scheint es offenbar viele zu geben: „Es gibt schon viele Reservierungen für die Wohnungen, obwohl wir mit der Vermarktung noch gar nicht begonnen haben“, berichtet der Chef der Open Mainded Gruppe. „Teilweise rufen die Leute jeden Monat an und erkundigen sich nach dem Stand.“ Vertriebsstart für die etwa 40 Wohneinheiten soll in Kürze sein; die Vermarktung übernimmt die Firma Vetter & Partner, ebenfalls Dreieich.

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Viel wichtiger ist aber natürlich, dass auch tatsächlich die Bauarbeiter anrücken. Erste Rodungsarbeiten auf den Grünflächen hinter der Bebauung wurden bereits Anfang des Jahres vor Beginn der Vegetationsperiode vorgenommen. Der Bauantrag ist eingereicht, Kaiser rechnet schon bald mit der Genehmigung. Bis Mitte Februar sollen die vier maroden Wohnhäuser abgerissen sein, der eigentliche Baustart ist auf März/April terminiert. Als Erstes wird das Gebäude an der Bahnstraße entstehen, in dem dann Rewe den Supermarkt eröffnen wird. Er soll etwa 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche haben; damit wird er etwas kleiner als der Supermarkt an der Winkelwiese (ohne Getränkemarkt).

Einher mit der Gewerbe- und Wohnbebauung geht auch eine Umgestaltung des Kreuzungsbereichs von Bahn- und Zimmerstraße. Er soll so umgebaut werden, dass die Warenanlieferung über die Bahnstraße erfolgen kann, ohne dass es Behinderungen gibt. Auch diesen Umbau übernehmen Open Mainded und die Activ Group, in enger Abstimmung mit den entsprechenden Behörden. Erste Absprachen mit Verkehrsgutachtern und -planern haben bereits stattgefunden, berichtet Kaiser. Bevor Rewe dann als Erster in das neue Gebäude einzieht, wird auch die Kreuzung umgestaltet sein. Insgesamt gehen die Projektentwickler von einer Bauzeit zwischen 16 und 20 Monaten aus. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 22 Millionen Euro.

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