Pittler ProRegion

Ausbildungszentrum für 4,8 Millionen Euro

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Noch sind die Bauarbeiter am Werk, doch schon in Kürze soll der Erweiterungsbau der Pittler ProRegion Berufsausbildung bezogen werden.  

Langen - Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) wächst und wächst, nicht nur bei den Zahlen der Ausbildungsberufe und Auszubildenden, sondern auch räumlich. Nicht einmal ein Jahr nach dem ersten Spatenstich wird noch im Dezember der Erweiterungsbau bezogen.

„Dann beginnen wir mit dem Umzug in die Büros und Werkhallen“, blickt Geschäftsführer Thomas Keil voraus. „In der vierten Kalenderwoche 2019 steht schon die erste Prüfung im neuen Haus an. “ Im April oder Mai soll das neue Gebäude direkt hinter dem Toom-Baumarkt dann offiziell eröffnet werden. Dazu plant die PBA einen Tag der offenen Tür.  Mit den zusätzlichen und auf vier Geschosse verteilten Ausbildungs-, Schulungs- und Verwaltungsflächen sieht sich die Pittler ProRegion für die Zukunft gerüstet. „Die Rekordzahl von knapp 160 Berufsstartern zum diesjährigen Ausbildungsbeginn zeigt ganz deutlich, dass die Investition sinnvoll ist und wir dank des Bauvorhabens weiterhin innovativ und wettbewerbsfähig bleiben können“, betont Keil. „Wir entsprechen mit unserem Angebot sowohl den Bedürfnissen von kleineren Unternehmen, die kein eigenes Personal und keine eigene Ausstattung für die Ausbildung zur Verfügung haben, als auch den Vorstellungen großer Betriebe.

Die schicken ihren Nachwuchs ebenfalls sehr gerne zur PBA, weil sie wissen, dass bei uns die Qualität stimmt.“ Geschaffen wurden 3500 Quadratmeter, eine Verdoppelung gegenüber dem aktuellen Stand. Zur Verfügung stehen Erweiterungsmöglichkeiten für alle 17 von der PBA angebotenen gewerblich-technischen Ausbildungsberufe. Vor allem können sich die Mechatroniker (Kältetechnik) und die Anlagenmechaniker (Sanitär-, Heizungs- und Kältetechnik) über deutlich verbesserte Möglichkeiten freuen. Die Elektroberufe profitieren aber ebenso, weil sie künftig den bisherigen Verwaltungsbereich im gut zehn Jahre alten Bestandsgebäude hinzubekommen.

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Auch das Gebäude selbst spielt in der Vermittlung von Wissen eine Rolle. So wurde eigens ein zweiter Aufzugsschacht für Ausbildungszwecke geschaffen. Es gibt eine eigene Heizungsanlage, mehrere Klimaanlagen und Solarpanels auf dem Dach, an denen die Azubis Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten üben können. Auch schon während der Bauphase sind die jungen Leute eingespannt: So haben sie beispielsweise die gesamte Elektrotechnik selbst eingebaut, berichtet Keil. Ein großer Gewinn sind nach Keims Worten zudem 17 Zimmer für Auszubildende, die einen weiten Anreiseweg haben und nun während ihres Lehrgangszeitraums an Ort und Stelle übernachten können. Zur Verfügung stehen für die Sparte „Beherbergung“ rund 450 Quadratmeter im dritten Obergeschoss. Die Übernachtungskosten trägt der jeweilige Ausbildungsbetrieb.

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Bislang fehlen solche Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige Auszubildende, die von Partnerbetrieben aus ganz Deutschland für zwei, drei Monate nach Langen geschickt werden, um bei der PBA ihr Handwerk zu lernen. Das gilt in erster Linie für angehende Mechatroniker, Anlagenmechaniker und Kundendienstmonteure. „Wir müssen dann Zimmer anmieten, damit die jungen Leute die Woche über ein Dach über dem Kopf haben.“ Für Keil ist das bei aktuell 1500 Übernachtungen im Jahr keine wirtschaftliche Lösung. Zu Buche schlägt der Neubau einschließlich der Übernachtungsquartiere mit rund 4,8 Millionen Euro. Die Ausgaben stemmt die PBA aus eigener Kraft. (ble)

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