Waldsee-Haie

Verstärkung von der Insel

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Waldsee-Haie sind dieses Jahr (von links) Alexander Laloi, Rüdiger Bobsin, Anne Halbauer, Simon Müller und Christoph Oldenburg.   

Langen - Zwei Sharks aus England werden in diesem Jahr das Team der Langener Waldsee-Haie verstärken. Die beiden Triathleten aus der Partnerstadt Long Eaton werden bei der Ironman European Championship am Sonntag, 7. Juli, in der Mannschaft der Bäder und Hallenmanagement Langen GmbH (BaHaMa) starten. Von Markus Schaible

 Für Richard Sellors und Philip Sudlow ist es jeweils der erste Ironman. In England haben sie allerdings bereits an zahlreichen Marathon- und Triathlonläufen teilgenommen.

Die Gäste aus der Partnerstadt Long Eaton  Richard Sellors (links) und Philip Sudlow.

Ansonsten besteht das Team in diesem Sommer aus alten Bekannten, die alle schon Erfahrungen auf der Strecke haben, die mit dem Schwimmen im Waldsee beginnt: Rüdiger Bobsin, Alexander Laloi, Simon Müller und Christoph Oldenburg werden die Strapazen auf sich nehmen. Eigentlich wollte auch Anne Halbauer an den Start gehen, doch die Langenerin, die 2012 bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Kona (Hawaii) dabei war, ist verletzt: Vielleicht werde sie ja zumindest das Schwimmen absolvieren, sinniert sie, der Marathonlauf aber sei auf keinen Fall machbar.

Vier plus zwei

Ruhen also alle Langener Hoffnungen auf vier (plus zwei) Herren. Sie alle streben an, am 7. Juli die Ziellinie auf dem Frankfurter Römerberg zu erreichen. Denn die einzigartige Stimmung fasziniert nicht nur sie. „Wenn du da hochläufst, sind alle Schmerzen vergessen“, sagt Rüdiger Bobsin. Er ist seit 2010 Waldsee-Hai. Seitdem ist er immer schneller geworden – und härter: Auch von Wadenkrämpfen und Temperaturen über 30 Grad lässt er sich nicht unterkriegen.

Christoph Oldenburg stimmt mit Bobsin vollkommen überein: „Das Erreichen der Ziellinie ist einfach grandios. Das ist genau der Grund, warum man es immer wieder macht.“ Denn für ihn ist es bereits die fünfte Teilnahme. Vor zehn Jahren hat Oldenburg seine Leidenschaft für den Ausdauersport entdeckt – damals noch mit viel Übergewicht und als Raucher. Seinen ersten Ironman absolvierte er 2009. Im Gegensatz zu seinen Kollegen kann er sich im Übrigen nicht über das schlechte Wetter bei der Vorbereitung beschweren. Die führte ihn dieses Jahr nach Mallorca und auf Lanzarote – auf der Kanareninsel absolvierte er ebenfalls einen Ironman. Dazu kommt die Teilnahme an einer Reihe weiterer Wettkämpfe. „Das ist jetzt das Auslaufen für mich“, sagt er. Wobei für ihn der olympische Gedanke gilt: „Dabei sein ist alles“.

Müllers Vorbereitung läuft nicht optimal

Ebenfalls zum fünften Mal dabei ist Simon Müller. Da er allerdings mit einer hartnäckigen Achillessehnenreizung kämpft, wäre er mit einer Zeit um die elf Stunden wieder sehr zufrieden. Aber nicht nur aufgrund der Verletzung lief die Vorbereitung nicht optimal – geschuldet dem lange Zeit schlechten Wetter in Deutschland: „Die Regenjacke war das wichtigste Utensil bei der Vorbereitung.“

Alexander Laloi ist mit 22 Jahren der Jüngste im Team, doch auch er kann bereits auf zwei Teilnahmen am Frankfurter Ironman zurückblicken (2010 und ’11). Dieses Jahr hat er schon am Ironman 70.3 (halbe Distanz) auf Mallorca teilgenommen und war „vom Ergebnis total überrascht“. Unter anderem hat er auf der anspruchsvollen Strecke seine Laufzeit um 20 Minuten verbessert. Lalois Stärke ist das Schwimmen – er ist quasi im Waldsee groß geworden. Für ihn ist ein Ironman „fast das größte Ziel, das man sich setzen kann“.

Weitere Informationen zu den Waldsee-Haien, Steckbriefe der Teammitglieder und Vorjahresergebnisse gibt es im Internet: ‹ www.waldseehaie.de

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