Gute Kritiken und Pöbeleien von rechts

Erstes Sachbuch vom Langener Autor Hubert Michelis

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Langen - Der Mann ist überaus produktiv: Bislang hat sich Hubert Michelis als Autor von Romanen und Kurzgeschichten hervorgetan, nun hat der Langener ein Sachbuch veröffentlicht – zu einem hochaktuellen Thema: „Islamisierung Deutschlands?“ heißt es, entstanden ist es gemeinsam mit dem Historiker Stefan Schweizer. Von Markus Schaible

Gut Ding will Weile haben: „Ich hatte es schon vor zwei Jahren vor“, sagt Michelis über die Entstehung des Buches. Ursprünglich dachte er daran, es alleine zu schreiben, doch angesichts der Komplexität des Stoffs kam es schließlich zu einer Zusammenarbeit mit Dr. Stefan Schweizer. Die beiden haben sich über Facebook kennengelernt; Schweizer hat bereits wissenschaftliche Arbeiten, Sachbücher und Polit-Thriller über den islamischen Extremismus geschrieben.

„Wir sind keine Politiker, fühlen uns aber politisch verantwortlich“, sagt Michelis zur Motivation. „Wir hoffen natürlich, dass das Buch ein Erfolg wird, haben es aber auch um der Sache willen gemacht.“ Denn obwohl „Islamisierung Deutschlands?“ bereits vor der Bundestagswahl entstanden ist, habe diese gezeigt, dass das Thema aktueller denn je sei. „Wir wollen die Diskussion anregen“, erklärt der 58-jährige Langener: „Die Politiker sollen ihre Hausaufgaben machen, dass es bei den nächsten Wahlen nicht noch schlimmer wird.“

Schweizer, Jahrgang 1973, war für den geschichtlichen Abriss und die historische Einordnung verantwortlich, Michelis hat das Thema Islamisierung und die Auswirkungen (etwa die Pegida-Bewegung) aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und versucht, „Lösungsansätze aufzuzeigen, wie die schwierige gesellschaftspolitische Situation Deutschlands doch noch zum Guten gewendet werden kann“.

Als studierter Theologe und Philosoph habe er die geisteswissenschaftlichen Aspekte herausgearbeitet – „da fühle ich mich kompetent“, sagt Michelis, der einst als Franziskanermönch missionierend nach China ging, dann allerdings seine heutige Frau kennenlernte und 20 Jahre für zwei asiatische Banken in Frankfurt tätig war. Dass Schweizer und er da ein „heißes Eisen“ angepackt haben, merken die beiden auch bei den Reaktionen: Einerseits gibt es überaus positive Kritiken, andererseits auch Reaktionen aus der rechten Szene, teilweise in Fäkalsprache, berichtet Michelis.

Impressionen zur Buchmesse 2017 in Frankfurt

„Es ist schwer, sich mit Romanen durchzusetzen. Ich möchte mir als Sachbuchautor einen Namen machen“, erklärt der Langener die Erweiterung seines Spektrums. Und so soll die Zusammenarbeit mit Stefan Schweizer keine einmalige Sache bleiben: Aktuell sind die beiden an einem Sachbuch über die USA, China und die Rolle Europas/Deutschlands. Arbeitstitel: „Kampf der Giganten“. „Und da haben wir dann die großen Sachbuchverlage im Auge“, macht Michelis deutlich.

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