Jahreskonzert des Orchestervereins

Der Dirigent als Solist

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Unter der Leitung ihres Dirigenten Thomas Mischke präsentierten die Musiker des Orchestervereins in der Stadthalle ein abwechslungsreiches Konzert, für das es viel Beifall gab. Für die Eröffnung sorgte das Orchester der Musikschule unter Bernd Sallwey.

Langen - Der Orchesterverein stellte beim Jahreskonzert in der Stadthalle erneut seine Klasse unter Beweis. Das hat auch mit dem Dirigenten Thomas Mischke zu tun – mit seinem besonders gut „führenden Händchen“.

Das Konzert bot anspruchsvolle Kompositionen von Antonín Dvorák über John Williams bis hin zu Itaru Sakai. Moderiert wurde der Abend diesmal vom Musikwissenschaftler Dr. Lutz Riehl. Der Orchesterverein schöpft seine Musiker auch aus dem Fundus der Musikschule Langen – und diese eröffnete den Abend mit „Dillion´s Flight“ von Ralph Ford sowie den „Soundtrack Highlights“ von John Williams. Nach „Die Maske des Zorro“ von James Horner gab es schon mal viel Applaus für die jungen Musiker um den bewährten Dirigenten Bernd Sallwey.

Nach einem kurzen Stühlerücken wurde die Bühne voller, die Musiker des Orchestervereins hatten Platz genommen und Dirigent Thomas Mischke forderte die volle Aufmerksamkeit zum flotten „Slawischen Tanz Nr. 8“ von Dvorák ein. Dass Bernd Sallwey nicht nur den Taktstock schwingen kann, belegte er als Solist in der „Rhapsody for Euphonium and Concert Band“. Nun wird das „Wohlklanghorn“, wie das Euphonium wörtlich übersetzt bezeichnet wird, recht selten als Soloinstrument eingesetzt. Und Komponist James Curnow hat zudem noch eine ungewöhnliche Tonart gewählt. Sallwey meisterte die Herausforderung mit Bravour und erntete neben dem Beifall des Publikums auch die Anerkennung des Musikwissenschaftlers. „Ja, es macht mir Freude, in einem Orchester zu sitzen und mich nur auf die schöne Musik konzentrieren zu können“, sagte Sallwey zu seiner Solistenrolle. Bei Itaru Sakai´s „The Seventh Night of July“ geht es um die Sage der beiden Sterne, die sich nur einmal im Jahr, am Siebten Tag im Siebten Monat - also am 7. Juli - treffen dürfen. An diesem Tag wird in Japan das Tanabata-Fest gefeiert.

Mit dem „Champagner-Galopp“ holten die Musiker auch die letzten Gäste aus der Pause wieder in den Saal. Mit „Theme from Schindler´s List“ von John Williams und „Skyfall“ von Thomas Neumann ging es weiter. Immer wieder beeindruckend war es, wie Dirigent Mischke ohne Notenblätter auskam. „Ich habe mir die Kompositionen verinnerlicht und kenne jede einzelne Note und jeden Akkord, so kann ich mich voll auf das Orchester konzentrieren“, erklärte er.

So wirkt Musik auf unseren Körper

Beim bekannten „There´s no Business like Show Business“ von Irving Berlin wippten viele in den Stuhlreihen und schnippten mit den Fingern im Takt. Zum Finale mit „Moon River“ von Henry Mancini hatte Andreas Bendt seinen großen Saxofon-Soloauftritt. Natürlich kamen die Musiker nicht ohne Zugabe von der Bühne. (lfp)

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