Hoffen auf bessere Zeiten

JuKi-Farm Langen: Corona sorgt für geschlossene Türen und erschwert Planung

Kein Kinderbesuch für die Langohren: Anke Esser-Hergenröther sieht bei den flauschigen Bewohnern nach dem Rechten.
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Kein Kinderbesuch für die Langohren: Anke Esser-Hergenröther sieht bei den flauschigen Bewohnern nach dem Rechten.

Es ist ruhig auf dem Interimsgelände der JuKi-Farm am Ende der Elisabethenstraße. Sonst kommen auch bei kälteren Temperaturen immer mal wieder Kinder vorbei, um draußen zu spielen oder im Container zu basteln. Auch wenn es weniger sind als im Sommer, würde die Vorsitzende der JuKi-Farm, Karin Eberhardt, sofort für die Kinder die Tore öffnen. Aber es gilt weiterhin: Abstand halten und Kontakte minimieren.

Langen – „Die Hygienevorschriften laufen gegen unser Konzept, das ist nicht miteinander vereinbar. Und seit dem Teil-Lockdown müssen wir sowieso geschlossen bleiben“, sagt Eberhardt. Das bedauert der Verein, der selbstverständlich nicht gerne Geld in ein Übergangsgelände investiert, das er kaum nutzen kann. Zumal der aktuelle Standort ohnehin alles andere als optimal ist. „Wenn zwei Drittel der Fläche mit Kies und Schotter bedeckt sind, lädt das nicht zum freien Toben ein“, betont Eberhardt. Ohne Programm für die Kinder hat der Ort nicht besonders viel hergegeben. Auf dem neuen Gelände soll das wieder besser werden.

Noch steht der Umzug im Frühjahr. Bis Ostern soll er über die Bühne gehen – so der Plan. Allerdings ist unklar, ob er eingehalten werden kann: „Jeder, der etwas baut, muss mit Verzögerungen rechnen. Am Ende kommt es immer anders als gedacht. Die Pandemie erleichtert die Planung nicht gerade.“ Die JuKi-Farm wartet jetzt auf eine Rückmeldung der Bonava. Der Projektentwickler übernimmt die Arbeiten an dem Grundstück. Genaue Vorstellungen, wie die L-förmige Fläche in der Elisabeth-Selbert-Allee gestaltet werden soll, hat Karin Eberhardt bereits: „Im nördlichen Teil, der an den Grüngürtel grenzt, soll unser großer Wasserspielplatz wieder aufgebaut werden. Auch einen Bolzplatz wollen wir anlegen und zwei Hügel zum Bobby-Car fahren.“ Wichtig ist den Verantwortlichen, dass der Bolzplatz für alle da sein wird – das heißt: ohne Umzäunung. Im kleineren Bereich sollen alle Container und Gebäude wie Toiletten, Büros und die Tierställe Platz finden. Ein entsprechender Bauantrag sei von der Bonava gestellt worden. Auch die Frage nach einem Parkplatz wird diskutiert.

Zurzeit ist hier nichts los: Vorsitzende Karin Eberhardt auf dem Interimsgelände an der Elisabethenstraße.

Zudem steht das Thema Natur-Kita auf dem Gelände im Raum. Eberhardt würde das begrüßen: „Wir beziehen ein riesiges Gelände, das sicher ist und freie Bewegung zulässt. Unser Angebot würde sich sehr gut mit einer Natur-Kita ergänzen. Wir finden die Idee großartig!“ Das Konzept einer Natur-Kita beinhaltet viel Bewegung an der frischen Luft. Dazu wäre auf der Farm, die vormittags unbenutzt ist, viel Platz. „Die Kinder könnten sich ausprobieren, einfach mal machen, ohne dass Erwachsene sie ständig im Blick haben. Unsere Farm ist sicher, da kann nichts passieren. Ich denke, es wäre für alle eine Win-Win-Situation, wenn die Stadt das Projekt realisieren könnte.“ (Von Theresa Ricke)

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