Langen

Kaufhaus-Alltag: „Ab und zu vergisst mal einer seine Maske“

Stephan Braun Kaufhaus Braun Langen Corona
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Stephan Braun, Geschäftsführer des Kaufhauses Braun in Langen, erzählt vom Alltag mit Corona.

Auch im Kaufhaus Braun in Langen gehören Masken und Abstand zum Einkauf dazu. Geschäftsführer Stephan Braun erzählt, wie sich der Alltag durch Corona verändert hat.

Ist im Kaufhaus Braun wieder einigermaßen Normalität eingekehrt?

Ja, schon. Die Umsätze haben sich stabilisiert und sind nur etwas geringer als vor Corona. Was sich verändert hat: Die Verweildauer der Kunden ist niedriger. Dass man einfach mal vorbeikommt, um durchs Kaufhaus zu schlendern und zu gucken, was es so gibt – das ist weniger geworden. Die Leute kommen gezielter. Aber die, die kommen, kaufen dann auch etwas.

Hat Ihre Kundschaft Verständnis für die Hygienemaßnahmen?

Ja, das ist gar kein Problem. Die Leute verstehen das und halten sich daran. Ab und zu vergisst mal einer seine Maske, aber das ist keine böswillige Absicht. In solchen Fällen geben wir dann auch gerne kostenlos einen Mund-Nasen-Schutz aus. Wir hatten in all den Wochen wirklich erst ein oder zwei Fälle, in denen ich mit Kunden diskutieren musste, weil sie sich partout geweigert haben, eine Maske anzuziehen. Die haben wir dann nach draußen gebeten. Aber das war die absolute Ausnahme.

Vom 18. März bis 20. April hatten Sie komplett geschlossen, danach zwei Wochen nur im Erdgeschoss geöffnet. Wie sehr hat Sie diese Zeit wirtschaftlich getroffen?

Auch wenn sich jetzt alles wieder stabilisiert hat: Den Verlust, den wir in den sechs Wochen gemacht haben, werden wir so schnell nicht aufholen können. Das hat uns stark getroffen, weil wir natürlich in dieser Zeit null Umsatz hatten. Der Tagesumsatz ist heute fast wieder normal, der Jahresumsatz wird durch die Schließung natürlich niedriger ausfallen als gewohnt.

Mussten Sie Kurzarbeit anmelden?

Ja, als wir geschlossen hatten, haben wir unsere Angestellten für sechs Wochen in Kurzarbeit geschickt, manche auch nur für die ersten vier Wochen. Das hat uns geholfen, unsere Kosten etwas geringer zu halten. Durch die Kurzarbeit haben wir Corona eigentlich ganz gut überstanden. (Interview: Manuel Schubert)

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