Kein Signal – kein Licht auf den Straßen

Zappenduster für 90 Minuten

Langen/Egelsbach -  Da geht man abends noch mal vor die Haustür und irgendwie ist alles zappenduster. Diesen Effekt haben die Stadtwerke am Mittwochabend allen Einwohnern von Langen und Egelsbach spendiert. Von Holger Borchard 

Von Anbruch der Dunkelheit gegen 16.30 Uhr bis etwa 18 Uhr ging das Leben auf der Straße ohne jegliche Beleuchtung vonstatten. Kein Service für Romantiker, sondern ein technischer Fauxpas, der nach circa anderthalb Stunden auf gute, althergebrachte Weise per Hand korrigiert wurde. Die Ursache der Finsternis? So simpel wie wirkungsvoll: „Der Signalgeber hier bei uns in der Leitwarte an der Weserstraße hat am Mittwochabend eben genau das nicht getan, was er tun muss. Er hat nicht das übliche Signal ausgesendet, auf das hin sämtliche Lampen in Langen und Egelsbach sich der Reihe nach einschalten“, fasst Gerd Fitterer, Technischer Leiter der Stadtwerke, zusammen.

Mit der Ursachenforschung waren die Techniker des Energieversorgers noch am Donnerstagvormittag beschäftigt. „Das darf so nicht vorkommen“, stellt Fitterer fest, „und das ist in dieser Form auch noch nicht passiert.“ Dass einzelne Stränge des Beleuchtungsnetzes aufgrund defekter Empfänger nicht anspringen, könne immer mal wieder vorkommen, sagt der Technische Leiter. „Dann sind aber auch nur vergleichsweise kleine Abschnitte des Stadtgebiets betroffen, die Fehlersuche erübrigt sich, weil der Defekt angezeigt wird und die Störung ist üblicherweise ruck, zuck behoben.“

Vorgestern Abend dauerte es ein wenig länger, was freilich nicht am Mangel an aufmerksamen Bürgern lag. Deren verwunderte Hinweise gingen alsbald bei der Stadtwerke-Hotline ein, jedoch dauerte es – vermutlich auch der Zeit „zwischen den Jahren“ geschuldet – einige Zeit, bis ein Techniker aufgetrieben und in die Stadtwerkezentrale beordert war, um dort den manuellen Signalgeber zu spielen.

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Damit wäre die Geschichte eigentlich erzählt, hätte es am Donnerstagmorgen nicht noch das logische Nachspiel gegeben. „Wird das Signal manuell eingeschaltet, muss es auch wieder manuell ausgeschaltet werden“, bringt Fitterer die Ausgangslage auf den Punkt. „Das ist eine Stunde später als üblich, also wie man’s nimmt schon oder erst im Hellen geschehen.“ Auf den Plan rief dies abermals telefonische Hinweisgeber an die Stadtwerke. Allen sei gedankt und auf diesem Weg die Zusammenhänge erläutert.

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