Stadt verweist auf Kostenübername für Taxifahrten durch Kassen oder Land

Kein Sammeltransport ins Impfzentrum

Corona, Impfung, Spritze
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Die Stadt verweist auf eine kreisweite Absprache: Sammeltransporte ins Impfzentrum werden von ihr nicht organisiert. (Symbolbild)

Das regionale Impfzentrum in der Frankfurter Festhalle hat seinen Betrieb aufgenommen – zunächst werden die über 80-Jährigen geimpft, die oft nicht mehr mobil sind. Dies hat eine Diskussion über Sammeltransporte und die Übernahme von Fahrtkosten ausgelöst. Die Stadt Langen bezieht jetzt Stellung.

Langen –„Wir haben eine klare und einheitliche Regelung im Kreis und an die werden wir uns halten“, sagt Bürgermeister Jan Werner. „Auch wenn nun eine Kommune bereits ausgeschert ist: Wir werden keine Sammeltransporte anbieten und auch keine Kosten erstatten“, betont er mit Verweis auf die Pläne aus Neu-Isenburg. Der Verzicht auf organisierte Fahrten solle das Infektionsrisiko minimieren. Einzeltransporte zu organisieren, sei seitens der Stadt logistisch nicht machbar.

Werner verweist aber darauf, dass Personen, die nicht mobil sind, die Möglichkeit haben, die mobilen Impfteams in Anspruch zu nehmen. Wer nicht selbst fahren oder den ÖPNV nicht nutzen möchte, kann sich ein Taxi rufen. Wer bei Arztbesuchen einen Erstattungsanspruch für Fahrtkosten hat, erhält die Taxikosten von seiner Krankenkasse zurück. Sollte diese eine Erstattung ablehnen, hat Innenminister Peter Beuth für Hessen bei Vorlage entsprechender Belege die Übernahme der Kosten angekündigt. Im Impfzentrum gebe es dazu eine Bescheinigung und Information.

„Greifen Sie auf die heimischen Taxiunternehmen zurück, wenn Sie keine andere Möglichkeit haben, nach Frankfurt zu gelangen“, empfiehlt der Bürgermeister ausdrücklich. Das gleiche gelte, wenn voraussichtlich am 9. Februar das Impfzentrum des Kreises in Heusenstamm eröffnet. „Die beste Art und Weise, ins Impfzentrum und zurück zu kommen, ist immer noch das eigene Auto“, betont Werner. Wenn bei Verfügbarkeit von größeren Mengen an Impfstoff dann auch immer mehr jüngere Menschen Impftermine bekommen können – die überwiegend mobiler sind – , werde das Thema Anreise an Bedeutung verlieren, glaubt der Bürgermeister.(jrd)

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