Pavillon im Neurott weicht Anbau

Kita Sonnenschein: 47 weitere Plätze

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Erst durften die Kinder der Kita Sonnenschein an der Ohmstraße mit ihren Erzieherinnen eine Abrissparty feiern, dann rückten die echten Bauarbeiter an. Bevor sie den Pavillon ganz niederreißen, wird er erst einmal entkernt.

Langen - Richtig feierlich haben sich die Kinder der Kita Sonnenschein im Neurott und das Betreuer-Team um Leiterin Hilde Friedberger-Aßmann von ihrem Pavillon verabschiedet.

Das Gebäude, das knapp 40 Jahre parallel zum Fußweg Richtung Steubenstraße am Kita-Zaun stand, weicht einem Neubau. Auf der Abrissparty gab es heißen Kinderpunsch und gegrillte Würstchen. Mit Stiften konnten die Wände bemalt und auch Abschiedsworte geschrieben werden.

Erst durften die Kinder mit Hammer, Säge, Arbeitshandschuhen und Helm so tun als ob, dann kamen die großen Bauarbeiter und haben damit begonnen, den alten Pavillon auf dem Gelände der Kita Sonnenschein an der Ohmstraße abzureißen. Dadurch kann die Stadt 47 dringend benötigte Betreuungsplätze für über Dreijährige und für Krippenkinder (U3) schaffen. Für sie ist ein Anbau an das Bestandsgebäude aus dem Jahr 2003 geplant. Er soll als modernes Niedrigenergiehaus entstehen, wie Bürgermeister Frieder Gebhardt berichtet. Aktuell besuchen die Einrichtung 69 Drei- bis Sechsjährige. Mit danach insgesamt 116 Kindern von ein bis sechs Jahren wird die Kita zur viertgrößten Betreuungseinrichtung der Stadt.

Der Pavillon hat seinen Zweck wirklich lange erfüllt. Einst befand er sich am Alten Rathaus am Wilhelm-Leuschner-Platz und beherbergte das Einwohnermeldeamt der Verwaltung. Nach deren Umzug an die Südliche Ringstraße kam er 1979 ins Neurott und diente an der Ohmstraße zunächst als Kindergarten für die Vormittagsbetreuung. Später nutzte ihn die Kita für die Kleingruppenarbeit, für Konferenzen und als Abstelllager. Darüber hinaus wurde er von der Musikschule belegt.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Vorgesehen ist die Kita-Erweiterung als zweigeschossiger und barrierefreier Massivbau mit Flachdach. Im Erdgeschoss des knapp 600 Quadratmeter großen Hauses sollen je zwei Gruppen- und Schlafzimmer für die Kleinsten, Abstellkammern, Wasch- und Kleingruppenräume sowie ein großer Mehrzweckraum, zum Beispiel zum Turnen, entstehen. Der bisherige Bewegungsraum im Bestandsbau wird künftig als weiterer Gruppenraum genutzt. Im ersten Stock des Neubaus sind Zimmer für Elterngespräche und Beratung sowie zwei Personalräume und ein Multifunktionsraum vorgesehen. Letztere könnten nach Fertigstellung auch für Dienstbesprechungen und Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung genutzt und an andere Fachdienste, Einrichtungen und Organisationen vermietet werden.

Auch draußen soll sich etwas tun. Eine Nestschaukel, ein Spielturm mit Rutsche, ein mit Baumstämmen umrandeter Sandkasten mit Sonnensegel und eine richtige kleine Rennstrecke für Laufrad, Roller und Rutschauto sind auf dem Sonnenschein-Areal geplant. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,7 Millionen Euro. Die Stadt hofft, dass sich Bund und Land mit Zuschüssen beteiligen. Im Sommer nächsten Jahres soll alles fertig sein. (ble)

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