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Dreieichschüler geben Pausenhofkonzerte

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Stimmung auf dem Schulhof: Die „Groove Combo“ setzte den Abschluss der gut besuchten Pausenhofkonzerte.
Stimmung auf dem Schulhof: Die „Groove Combo“ setzte den Abschluss der gut besuchten Pausenhofkonzerte. © Kegler

Statt des abgesagten Weihnachtskonzert hat sich die Dreieichschule etwas ganz Besonderes einfallen lassen, wie die Ensembles doch noch ihre Töne erklingen lassen können: In den letzten Tagen vor den Ferien gibt es Pausenkonzerte auf dem Schulhof.

Langen – Es gehört normalerweise seit Jahren zur Tradition kurz vor den Festtagen: das große Weihnachtskonzert „Swinging Christmas“ der Dreieichschule in der Langener Stadthalle. Über 200 junge Musiker und Sänger bescheren dabei normalerweise dem stets voll besetzten Haus ein rund drei Stunden langes Programm aus Klassikern und bekannten Liedern, die die Weihnachtsstimmung so richtig einläuten. Von Bläsergruppen und Streichorchestern über Chöre, Gesangssolisten oder die Schulband „Groove Combo“ – bei diesem musikalischen Highlight zum Jahresende zeigt die ganze Musikfachschaft, was sie draufhat.

Nun kann das sonst so große Konzert pandemiebedingt das zweite Jahr in Folge nicht stattfinden. „Wir hatten bereits ein Alternativkonzert in unserer Turnhalle unter der 2G-plus-Regel geplant, doch als die Infektionszahlen so stark stiegen, mussten wir auch das absagen“, berichtet Christian Herget, Sprecher der Musikfachschaft. Doch das heißt nicht, dass die Instrumente im Schrank bleiben müssen.

Beinahe die ganze Schülerschaft samt Lehrern versammelt sich dafür zweimal am Tag vor dem großen Haupteingang und lauscht abwechselnd den vielen Musikgruppen. „Den Anfang haben bereits am vergangenen Freitag die Musikklassen der Jahrgangsstufen sieben und acht, gefolgt vom Unterstufenchor und der Bläserklasse der Klasse fünf, gemacht“, beschreibt Herget. Am Montag durften die Musikklassen neun und zehn sowie die Bläserklasse sechs ihr Können unter Beweis stellen.

Endlich wieder Auftrittspraxis für die Langener Schüler

Das Streichorchester „DSL Strings“ und die Trommlertruppe „Hit It“ waren dann am Dienstag an der Reihe. „Die Ensembles haben dabei ein Repertoire aus traditionellen Weihnachtsliedern, aber auch Blues oder ‚Caribbean Christmas’ geboten“, so Herget. Den fulminanten Schlussakkord setzte gestern aber die „Groove Combo“ mit den Songs „Locomotive Breath“, „River (Joni Mitchell Song)“, „Hallelujah I Love Her So“ und – wie Stefan Gunkel, Leiter der Combo, beschreibt – dem Motto-Song der Band: „It Don’t Mean A Thing (If It Ain’t Got That Swing)“. Unter tosendem Applaus und Rufen nach einer Zugabe rahmten die Schüler den Abschluss mit dem Chorus des Weihnachtsklassikers und Benefiz-Liedes „Do They Know It’s Christmas?“ von Band Aid ein.

„Es ist schon sehr wichtig, dass wir diese kleinen Konzerte spielen konnten“, sagt Herget. „Davon abgesehen haben wir beinahe keinerlei Möglichkeiten, mit den Schülern aufzutreten. Neben dem Lebendigen Adventskalender oder einigen Liedern zu Sankt Martin war ein Vorspiel nur innerhalb der Klassen möglich.“ Gerade für die Kleinsten, die ihre Instrumente sogar während des Online-Unterrichts erlernen mussten, sei es sehr schwierig, ohne ein großes Ziel zu üben oder Motivation zu finden. „Es freut mich daher sehr, dass teilweise einige Eltern während der Pausenkonzerte vom Zaun aus ihren Kindern gelauscht haben“, sagt der Musiklehrer.

Trotz stellenweiser eisiger Kälte kommen so dennoch beinahe alle 200 Musiker, die sonst an einem Abend auf der Bühne stehen, über die Woche verweilt zu ihrem Auftritt. „Unser nächstes großes Ziel ist es natürlich, im Sommer wieder unser großes Sommerkonzert spielen zu können. Mit dieser Hoffnung proben alle Ensembles auch nach den Weihnachtsferien fleißig weiter“, sagt Herget.

Von Moritz Kegler

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