Kleiner Bruder für Ironman

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Die Kleinseeschneise bekommt in Kürze einen neuen Belag. Die Sanierung des Straßenstücks wird auch die Triathleten freuen, die nach dem Schwimmen am Waldsee aufs Rad steigen.

Langen ‐ Der Waldsee entwickelt sich immer mehr zum Mekka für Triathleten. Am 4. Juli bricht dort frühmorgens zum inzwischen neunten Mal „der längste Tag des Jahres“ an. Von Frank Mahn

Und wie immer gilt für den Ironman: Alle 2 000 Startplätze sind vergeben. Anders sieht’s beim 1. Frankfurter City-Triathlon aus, der für den 5. September terminiert ist. Ambitionierte Dreikämpfer können die olympische Distanz in Angriff nehmen, es gibt aber auch einen Wettbewerb, den jeder bewältigen kann, der halbwegs fit ist. Komplett ist das Langener Triathlon-Paket mit den sogenannten Swim Nights, die bei der Premiere im vergangenen Jahr auf Anhieb ein Renner wurden. Dabei können sich Athleten mit Stars der Szene auf ihren Wettkampf vorbereiten.

Der Frankfurter City-Triathlon sollte seine Geburtsstunde eigentlich schon im vorigen Jahr erleben. Doch damals konnten sich die Organisatoren Annette Gasper und Ralph Meck mit der Stadt Frankfurt nicht auf eine Laufstrecke einigen. Jetzt stehen die Signale auf Grün, die letzte Disziplin absolvieren die Teilnehmer auf der Zeil und rund um die Alte Oper.

Kleinseeschneise bekommt einen neuen Belag

Mit dem Schwimmtraining unter freiem Himmel können die „eisernen“ Männer und Frauen vielleicht schon in zweieinhalb Wochen beginnen. „Der Waldsee und auch das Freibad sind bis dahin startklar. Wenn das Wetter gut ist, legen wir am 1. Mai los“, sagt Joachim Kolbe, Chef der Bäder GmbH. Rechtzeitig zum Start am See bekommt die Kleinseeschneise auf einer Länge von gut 1,5 Kilometern einen neuen Belag. „Das war schon lange fällig“, sagt Kolbe. Kostenpunkt der Sanierung: stolze 100 000 Euro. Das Ende der Holperpiste wird nicht nur die Badegäste freuen, sondern auch die Triathleten, die nach dem Schwimmen aufs Rad umsteigen.

Es muss ja nicht gleich ein Ironman sein. Aber wer körperlich einigermaßen gut drauf ist, kann am 5. September beim Jedermann-Triathlon einen Versuch starten. Zu absolvieren sind 400 Meter im Wasser, 13 Kilometer auf dem Fahrrad und zum Abschluss ein Fünf-Kilometer-Lauf. Triathlon ist ja in erster Linie eine Einzelsportart, in diesem Fall können aber auch Fünfer-Teams an den Start gehen. 1250 Plätze vergeben die Organisatoren an Jedermänner (und -frauen), weitere 1250 sind für die olympische Distanz reserviert. „Bislang liegen uns etwa 900 Anmeldungen vor“, sagt Gasper.

Ex-Profi Jan Sibbersen leitet die Swim Nights

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich ins Abenteuer Triathlon zu stürzen, findet alle Infos, auch zu den Startgebühren, auf der Internetseite zum Frankfurt City Triathlon.

Die Veranstalterin arbeitet eng mit Jan Sibbersen zusammen. Der ehemalige Profi, der beim Ironman mehrmals als Erster aus dem Wasser des Sees kam, leitet die Swim Nights. Das Angebot vom 27. Mai an immer donnerstags von 18.30 bis 20.15 Uhr – richtet sich nicht nur an Triathleten, sondern an ambitionierte Schwimmer sämtlicher Leistungsklassen. Sie haben die Möglichkeit, Kondition und Technik auf einem eigens abgesteckten 1,5 Kilometer langen Kurs zu verbessern. Das entspricht genau der olympischen Distanz. „Die Sportler können sich also punktgenau vorbereiten“, sagt Annette Gasper. Zu den Trainingseinheiten werden auch Größen Frank Vytrisal, Meike Krebs und Lothar Leder erwartet. Die Profis geben Tipps und haben so manchen Trick auf Lager.

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