Infrastruktur wächst mit

Kommunale Betriebe und Feuerwehr ab sofort Seite an Seite

+
Bei Führungen konnten sich die vielen Besucher beim Tag der offenen Tür einen Eindruck vom neuen Gelände der Kommunalen Betriebe verschaffen.

Langen - Über ein Jahrzehnt der Planung, davon sieben Jahre konkrete Projektentwicklung, zwei Jahre Bauzeit, 15 Millionen Euro an Investitionen – mit einem Eröffnungsfest haben Kommunale Betriebe und Feuerwehr gestern den Schlusspunkt gesetzt unter ihr gemeinsames Bauvorhaben. Von Markus Schaible 

Die Feuerwehr erhielt zusätzliche Räume, KBL einen komplett neuen Betriebs- und Wertstoffhof. Ein „für Langener Verhältnisse durchaus epochales Ereignis“ ist es für Bürgermeister Frieder Gebhardt: FENK, wie das Projekt in Verwaltung und Politik heißt, ist ein bedeutender Schritt für die kommunale Infrastruktur. Und diese muss anhand der expandierenden Stadt mitwachsen: Feuerwehr und Kommunale Betriebe seien „tragende Säulen unserer Gemeinschaft“, betont der Verwaltungschef: „Die einen retten Menschenleben, löschen Brände und bergen Verletzte. Die anderen halten mit Abfallentsorgung, Grünpflege, Straßenreinigung, Winterdienst und Friedhofsverwaltung das öffentliche Leben aufrecht.“

Wo künftig Müllfahrzeuge abgestellt werden, wurde gestern erst mal die offizielle Einweihung des neuen Betriebs- und Wertstoffhofs der Kommunalen Betriebe gefeiert. Durch diesen rückt eine engere Zusammenarbeit mit dem benachbarten Egelsbach näher, weshalb der dortige Bürgermeister ein lustiges Schild als Geschenk dabei hatte (auf dem Bild neben dem Rednerpult): „Dreck und Schmutz soll Langen nicht mehr alleine drücken, denn wir wollen hier bald zusammenrücken“, ist da zu lesen.

Beide haben nun erheblich bessere Möglichkeiten, davon konnten sich die vielen hundert Besucher beim Tag der offenen Tür, in den die offizielle Einweihung eingebunden war, überzeugen. Die auf den ersten Blick hohe Investitionssumme relativiere sich bei genauerem Hinsehen, so Gebhardt: Die Feuerwehr habe dringend weitere Räume benötigt, der alte KBL-Betriebshof sei so marode gewesen, dass er für einen hohen Millionenbetrag hätte renoviert werden müssen. Zudem seien auf dem Gelände der ehemaligen Straßenmeisterei, das die Stadt 2009 zweckgebunden günstig vom Land kaufen konnte, kostensparende Synergieeffekte möglich. Und: „Auch die Chancen für eine stärkere Zusammenarbeit mit unserem Wunschpartner Egelsbach bei der Abfallentsorgung liegen auf der Hand. Unser neuer Wertstoffhof liegt für unseren südlichen Nachbarn nun direkt vor der Haustür. Die entsprechenden Gremienbeschlüsse dafür stehen kurz vor dem Abschluss.“

Langen feiert Eröffnung des neuen Wertstoffhofs: Bilder

Groß ist die Freude natürlich auch bei KBL-Betriebsleiter Manfred Pusdrowski, der zuallererst den Kommunalpolitikern „für ihren Mut höchsten Respekt“ zollte. Glück für die Kommunalen Betriebe sei, dass „wir im Kielwasser der Feuerwehr mitsegeln“ konnten. Denn „das Wort Feuerwehr zieht einfach mehr als KBL“. Er ist sich sicher: „Das ist alles vernünftig und durchdacht, solide geplant und ausgeführt.“

Für die Bevölkerung am bedeutendsten dürfte dabei der Wertstoffhof sein. Er ist mit 3400 Quadratmetern zwar kleiner als der bisherige (5000), aber „viel durchdachter angeordnet“. Seinen Betrieb nimmt er aber erst am kommenden Dienstag auf – also nicht gleich heute ins Auto springen und die Wertstoffe an die Darmstädter Straße bringen ...

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare