SPD und Grüne Wahlverlierer

Die kleinen Parteien werden größer

Langen - Die CDU nahezu unverändert, SPD mit leichten, Grüne mit deutlichen Verlusten, alle anderen mit Gewinnen: Das ist der Trend von gestern Abend, der aber wirklich nur vorläufigen Charakter hat. Denn fast die Hälfte der Stimmzettel muss noch ausgezählt werden. Von Markus Schaible

Die Grafik, die auf die Leinwand im Rathaussaal geworfen wird, weist Prozente aus, aber keine Zahl der Sitze. Damit, sagt der zuständige städtische Fachbereichsleiter Carsten Weise, solle deutlich darauf hingewiesen werden, dass sie nur einen ersten Trend darstelle und sich noch einiges verändern könne, bis das vorläufige Endergebnis vorliegt. Und so sind die Bewertungen der Kommunalpolitiker auf die Zahlen gestern Abend auch noch sehr zurückhaltend. „Zufrieden“ ist etwa CDU-Spitzenkandidat Jörg Nörtemann, bei der UWFB freut sich Dr. Detlef Drömer, dass er vermutlich kein Einzelkämpfer mehr sein wird, auch die Linken sind mit einer Verdoppelung der Sitzzahl sichtlich zufrieden. Aber alle weisen darauf hin, dass sich noch einiges ändern kann. Denn die Langener Wähler haben offenbar fleißig kumuliert und panaschiert.

Ziemlich sicher aber dürfte sein, dass SPD und Grüne nicht mehr wie in den vergangenen fünf Jahren die Kommunalpolitik bestimmen werden. Denn die Grünen landen aller Voraussicht nach wieder bei einer Prozentzahl, die sie auch vor 2011 (also vor Fukushima) hatten. Selbst gemeinsam mit den Linken dürfte es nicht zu einer Mehrheit reichen.

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Die Linke scheint aber wie die anderen kleineren Gruppierungen auch zu den Gewinnern zu gehören: Sie verdoppelt sich laut Trend bei der Sitzzahl ebenso wie die FDP und die UWFB. Und auch die FWG-NEV kommt wohl auf einen Sitz mehr. Das Endergebnis wird heute Nachmittag erwartet. Zwei Zahlen stehen aber schon definitiv fest: Die Wahlbeteiligung ist um 1,3 auf 41,2 Prozent gestiegen. 11.261 Langener gaben ihre Stimmen ab.

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