Wiedereröffnung des Stadtmuseums im Alten Rathaus

Dornröschenschlaf beenden

Schmuckstück: Das Alte Rathaus ist von außen ein Hingucker, hat aber mit dem derzeit geschlossenen Stadtmuseum auch innen einiges zu bieten.

Langen - Es ist eine der Auswirkungen der lokalen Finanzkrise: Seit vier Jahren fristet das Stadtmuseum im Alten Rathaus ein Dornröschendasein. Doch nun soll es reaktiviert werden. Dazu wollen die Stadt und der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) eine Kooperation eingehen; gestern Abend wurde der Vertrag unterzeichnet.

„Es ist eines der am wenigsten genutzten städtischen Gebäude“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt über das Alte Rathaus. Seit das Stadtmuseum aus Gründen der Haushaltskonsolidierung geschlossen wurde, ist das Haus nur noch ganz selten geöffnet: Das Standesamt nutzt es jährlich für 30 bis 40 Trauungen, die Volkshochschule organisiert ab und zu Führungen. Ansonsten scheitert der Blick auf die Langener Vergangenheit an verschlossenen Türen. „Ein Zustand, der nicht befriedigend ist“, findet Gebhardt. Deshalb hat der Magistrat beschlossen, mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) einen Kooperationsvertrag zum Museum abzuschließen. Wobei VVV-Vorsitzender Walter Metzger gleich betont: „Wir übernehmen das Haus nicht.“ Vielmehr solle zusammengearbeitet werden, um das Museum trotz aller Sparzwänge wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, es aufzuwerten, attraktiver und zu einem Treffpunkt zu machen. „Wir werden dazu nicht viel Geld in die Hand nehmen“, ergänzt der städtische Fachdienstleiter für Kulturelle Bildung, Uwe Sandvoß. Angesichts hoher Aufwendungen für die reine Bauerhaltung von jährlich zwischen 30.000 und 60.000 Euro sei es aber sinnvoll, das Haus wieder intensiver zu nutzen.

Als Erstes wird der VVV, der bislang in wenig repräsentativen Räumen nur wenige Meter entfernt im alten Feuerwehrhaus residiert, seine Geschäftsstelle im Erdgeschoss einrichten. Von dort aus wollen sich die Vereinsaktiven künftig gemeinsam mit dem federführenden städtischen Fachdienst Kulturelle Bildung um Erhalt und Präsentation der Sammlung kümmern. Vor allem aber sagt der Verein zu, das Museum von Ende 2017 an regelmäßig zu öffnen; die Details wie Zeiten oder die Frage, ob Eintritt verlangt wird, sind aber noch zu klären.

In enger Zusammenarbeit zwischen VVV, Volkshochschule und Stadtarchiv soll es jährlich mehrere Veranstaltungen wie Vorträge und Führungen geben. „Lesungen und Exkursionen, die im Museum starten, sowie gelegentliche Events im großen Sitzungssaal zu bestimmten heimatkundlichen Aspekten können die Palette ergänzen“, zitiert Gebhardt aus der Vereinbarung.

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Der große Saal im Obergeschoss bleibt als gelegentlicher Kunst- und Veranstaltungsraum und als Trauzimmer erhalten. Dem VVV wird eingeräumt, ihn von Zeit zu Zeit für eigene Zwecke zu belegen. Ähnliches gilt für den benachbarten kleinen Saal, der generell stärker genutzt werden soll. Als Gedenkraum hervorgehoben werden soll die Arrestzelle im Keller, in der während der Nazizeit Personen festgehalten wurden. Sie dient derzeit als Lager.

„Die Heimatpflege und die Förderung des Geschichtsbewusstseins stehen als elementare Punkte in unserer Satzung. Das ist praktisch unsere DNA“, sagt Walter Metzger zur Motivation des Vereins. Gemanagt werden sollen die Vereinsaktivitäten im Alten Rathaus vom Arbeitskreis „Die Heimatkundigen“ – zehn engagierte Ehrenamtler, alle mit Wissen und Enthusiasmus um die Stadtgeschichte. Geleitet wird er von Stadtarchivar Heribert Gött. Kraft Amtes gehört ihm auch Uwe Sandvoß an.

Aus Kostengründen wird es für die Präsentation der Sammlung keine größeren Umbauten und Veränderungen geben. Struktur und Konzeption sollen nicht über den Haufen geworfen werden. Gleichwohl sieht die Kooperationsvereinbarung zumindest mittelfristig eine behutsame Umgestaltung unter modernen museumspädagogischen Gesichtspunkten vor, um nicht zuletzt verstärkt junge Leute anzusprechen. Dazu will Verwaltungschef Gebhardt über die Kooperation mit dem VVV hinaus auch die Zusammenarbeit zum Beispiel mit den Kindertagesstätten, dem Jugendzentrum, den Schulen und dem Begegnungszentrum Haltestelle suchen. (ble)

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