„In Krise beherzt gehandelt“

+
Möge 2010 besser werden als das vergangene Jahr: Darauf hoben (von links) Landtagsabgeordneter Hartmut Honka, Stadtverordnetenvorsteherin Margarethe Wahler-Wunder, Staatssekretär Gerd Krämer sowie Susanne und Reinhard Acker beim CDU-Bürgerempfang in der TV-Halle mit vielen Gästen das Glas.

Langen ‐ „Das vergangene Jahr war sicherlich kein einfaches, dennoch können wir recht optimistisch ins neue gehen, wenn wir uns die eigene Tatkraft bewusst machen“, betont der Langener CDU-Vorsitzende Reinhard Acker. Von Leo F. Postl

Beim Bürgerempfang der Union am Donnerstagabend mit Staatssekretär Gerd Krämer als Gastredner war der kleine Saal der TV-Halle proppenvoll. Sowohl der Gast aus Wiesbaden als auch der Stadtverbandsvorsitzende unterstrichen, dass Langen und das Land Hessen recht hart von der Wirtschaftskrise getroffen worden seien – aber: „Durch „kluge Weichenstellungen und Maßnahmen können und werden wir auch wieder recht gut herauskommen.“

Bei der Begrüßung wies Reinhard Acker explizit darauf hin, dass man bewusst vom Partei-Empfang abgekommen und zu einem Bürgerempfang übergegangen sei. „Ein solcher Neujahrsempfang bietet die seltene Gelegenheit, mit Vertretern von Parteien, Verbänden und Vereinen, aber auch mit interessierten Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen“, so Acker. Bürgermeister Frieder Gebhardts Rede im Rahmen des städtischen Neujahrsempfangs bezeichnete Acker als „sehr realistisches Bild“. Sofern die Situation sich nicht dramatisch ändere, „werden auch wir um Einsparungsmaßnahmen nicht herumkommen – wir warten alle gespannt auf die Vorschläge des Magistrats“, so Acker.

Höchste Neuverschuldung Hessens

Zur Bewältigung etlicher anstehender Probleme setzt der CDU-Vorsitzende vor allem auf das bürgerschaftliche Engagement – „das in Langen beispielhaft funktioniert“. Lösungen zur Umgestaltung des Tarsusplatzes, der Wohnverdichtung in der ehemaligen Housing Area und der Anpassung „Im Loh“ müssten der ganzen Stadt dienlich sein, forderte Acker.

Gerd Krämer, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und Ex-Bürgermeister von Oberursel, setzt vor allem auf Bildung und Wirtschaftskraft als „Hessens Gesundungsrezept“. „Wenn Banker sagen, dass die Bankenkrise nun in der Wirtschaft zu spüren sein, dann sind sie endlich in der realen Welt angekommen“, so Krämer.

„Um nicht wieder in eine Situation wie 1930 zu kommen, haben wir beherzt gehandelt und viele Menschen in Arbeit und Brot gehalten“, begründet Krämer die höchste Neuverschuldung Hessens in seiner Geschichte. „Wir haben über 300 Lehrer sowie rund 650 Polizeikräfte neu eingestellt und werden dazu in diesem Jahr alleine rund 700 Millionen für Infrastrukturmaßnahmen ausgeben“, betonte der Staatssekretär. Zudem investiere man in alle Universitäten Hessens.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare