Kreativ mit Kamera und Pinsel

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Bei der Kunstwoche im Juz können die Teilnehmer ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Lilian und Julia (an der Kamera) erstellen bei der Kunstwoche im Jugendzentrum zusammen mit Niklas, Dennis und Lukas einen Foto-Trickfilm. Der Kreativität sind in diesen Tagen keine Grenzen gesetzt. Morgen wollen die jungen Künstler ihre Werke den Eltern präsentieren.

Langen - Auf den Tischen liegen Leinwände, überall im Raum stehen kleine Behälter mit Farben herum und über den Stühlen hängen bunt befleckte Kittel. In dieser Woche sieht es im Jugendzentrum aus wie in einer richtigen Künstlerwerkstatt. Und das ist auch gut so. Von Daniel Untch

Kunst und Kreativität stehen in diesen Tagen im Zentrum des Geschehens für die Teilnehmer der diesjährigen Kunstwoche. 18 Kinder widmen sich fünf Tage lang der Kunst in verschiedensten Formen. Eine Gruppe zaubert bunte Bilder auf die erwähnten Leinwände. Mit Acrylfarbe entstehen fröhliche Zeichnungen in allen Farben. Dass Kunst nicht immer nur alleine geschaffen werden kann, beweisen Lena und Tristan. Die beiden bemalen zwei Leinwände. Diese ergeben erst zusammengesetzt ein vollständiges Bild. Da fügt sich dann plötzlich die rechte Hälfte eines Schmetterlings an die linke und der Betrachter erkennt, was er vor sich hat. „Die beiden machen einfach alles zusammen“, erzählt Juz-Mitarbeiterin Carda Schübelin. Betreut werden die zehn- bis 14-jährigen Teilnehmer vom Langener Künstler Richard Williams. „Richard hat erst vor Kurzem zusammen mit regelmäßigen Juz-Besuchern unseren Eingangsbereich verschönert“, berichtet Schübelin. Rund um die Eingangstür der Einrichtung in der Nördlichen Ringstraße prangen jetzt die Buchstaben LA in goldener Schrift und dem Design von Louis Vuitton.

Wenige Meter weiter ist derweil die Gruppe des zweiten Workshops zugange. Dort entstehen kurze Filme im Miniaturformat. Zu diesem Zweck basteln die Nachwuchsfilmer einzelne Filmszenen in Schuhkartons. Die verschiedenen Einstellungen werden dann abfotografiert und ergeben zusammengesetzt einen kleinen Film. Dabei sind der Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt. Von Horrorgeschichten in alten Spukschlössern bis hin zu scheinbar unlösbaren Kriminalfällen ist jedes Genre vertreten. Auch die genutzten Materialien sind vielseitig. Der eine stellt seine Szenen mit Lego dar, andere wiederum lieber mit Knete oder Bastelarbeiten. „Es ist wirklich toll, auf welche Ideen die Kinder kommen. Viele bringen extra Sachen von zu Hause mit, um sie in ihrem Film zu verwenden“, erzählt Schübelin.

So verbringen die Kinder die Vormittage ihrer zweiten Herbstferienwoche. In der können sie sich endlich einmal den Aktivitäten widmen, die im oftmals stressigen Schulalltag zu kurz kommen. So auch am Nachmittag, wenn statt Kunst und Kreativität Spiel und Spaß auf dem Programm stehen. Zunächst gibt es ein gemeinsames Mittagessen, dann können sich die Kinder bis 16 Uhr austoben. „Dabei dürfen sie natürlich alles nutzen, was es im Juz gibt, egal ob Billardtisch oder Basketballkorb“, sagt Schübelin. Juz-Mitarbeiter Andreas Rehwald macht sich zudem mit einigen Teilnehmern auf zum Geocaching. Dabei suchen sie, mit einem GPS-Gerät ausgestattet, nach einem versteckten Gegenstand.

Auch ein Ausflug steht auf dem Programm. Passend zur Kunstwoche ist die Frankfurter Schirn Ziel der Gruppe. Am morgigen Freitag folgt dann die große Abschlusspräsentation aller Kunstwerke, egal ob auf Leinwand oder Film. „Dann können die Kinder ihren Eltern zeigen, was sie alles gemacht haben“, erklärt Schübelin. Anschließend geht die Kunstwoche mit einem gemeinsamen Grillen zu Ende.

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