Gutachten fehlen

Ausbau der B486 zwischen Langen und A5 verzögert sich um mehrere Jahre

Der Ausbau der B486 zwischen Langen und der A5 verzögert sich weiter (Symbolbild).
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Der Ausbau der B486 zwischen Langen und der A5 verzögert sich weiter (Symbolbild).

Der Ausbau der B486 zwischen Langen und der A5 verzögert sich um mehrere Jahre.

  • Beim Ausbau der B486 zwischen Langen und der A5 gibt es immer noch keinen Fortschritt.
  • Mal wieder fehlen Gutachten.
  • Auch Langens Bürgermeister Frieder Gebhardt äußert sich.

Langen - Die Planungen für den vierspurigen Ausbau der Bundesstraße B486 zwischen Langen und der A 5 kommen einfach nicht voran. Im Gegenteil – es gibt weitere Verzögerungen. Grund (mal wieder): fehlende Gutachten.

An solchen Gutachten herrscht beim seit Jahrzehnten geplanten Ausbau der B 486 zwischen der Kreuzung mit der K 168 (nahe Kläranlage) und der Anschlussstelle Langen-Mörfelden eigentlich kein Mangel. Doch das Ende der Fahnenstange ist offenbar noch nicht erreicht. Wie aus einem Schreiben des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen an den Langener Magistrat hervorgeht, bedarf es weiterer Expertisen, um die aus Sicht vieler Pendler unhaltbaren Zustände auf der engen und überlasteten, 2,3 Kilometer langen Ost-West-Verbindung durch den Wald zu verbessern. 

Langen A5: Aktuell werden 60 Einwendungen gegen Ausbau der B486 bearbeitet

Zuvor hatte sich Bürgermeister Frieder Gebhardt bei Staatsminister Tarek Al-Wazir über den Fortgang zum Ausbau der Bundesstraße zwischen Langen erkundigt – in der Hoffnung, dass es endlich vorangeht. Die Stadt selbst hat keinen Einfluss auf die übergeordneten Planungen.

Zuletzt gab es im vergangenen Jahr eine aktuelle Verkehrsuntersuchung, die die vom Bund mit der Planung beauftragte Landesbehörde Hessen Mobil präsentierte und die inzwischen öffentlich ausgelegt wurde. In diesem Zuge gingen nach Angaben des Ministeriums 60 Einwendungen und Stellungnahmen ein, die derzeit bearbeitet werden.

Langen: Für den Ausbau der B486 bei der A5 gibt es keine Rechtssicherheit

Um die Rechtssicherheit des Bauvorhabens bei Langen zu gewährleisten, sei infolge neuer EU-Rechtsprechung ergänzend ein gesonderter Fachbeitrag nach dem Wasserhaushaltsgesetz unumgänglich. Hessen Mobil rechnet damit, dass dieses Gutachten Ende April vorliegt. Da es sich um eine umweltrelevante Unterlage handele, müsse auch dieses Papier öffentlich ausgelegt werden.

Damit aber nicht genug: Laut Ministerium „hat eine von Hessen Mobil durchgeführte Überprüfung der im Untersuchungsraum vorhandenen Lebensraumstrukturen und der artenschutzrechtlichen Unterlagen zu dem Ergebnis geführt, dass die aktuell im Verfahren verwendeten faunistischen Daten keine Rechtssicherheit bieten“. 

Aufgrund von signifikanten Änderungen der Lebensraumstrukturen und der Untersuchungsmethoden sei vielmehr eine Neukartierung einzelner Arten in diesem Jahr und im Frühjahr 2021 erforderlich. Voraussichtlich Anfang der zweiten Jahreshälfte 2021, heißt es in der Mitteilung aus Wiesbaden, werde das Gesamtgutachten über die Kartierungen vorliegen. Im Anschluss müssten die neuen Unterlagen ebenfalls offengelegt werden.

Langen: Bürgermeister Frieder Gebhardt ist verärgert

Langens Bürgermeister Gebhardt reagiert mit einigem Unverständnis und Verärgerung auf die Stellungnahme des Ministeriums. „Wenn sich die Bearbeitung dieses für die Verkehrssicherheit und -infrastruktur so wichtigen und für den Unternehmens- und Wohnstandort Langen so bedeutenden Vorhabens weiterhin so zögerlich dahinzieht, wird es wegen immer neuer Vorschriften und Gutachten mit der Realisierung vermutlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dauern. Es wird allerhöchste Zeit, dass die Landesverwaltung für das Projekt einmal kräftig Dampf macht“, fordert der Verwaltungschef. Immerhin waren Fachleute bereits 1981 zu dem Schluss gekommen, dass die Strecke verbreitert werden muss.

red

Auch auf der B 486 zwischen Langen und Dreieich will Hessen Mobil für einen besseren Verkehrsfluss sorgen.

In der Stadt ist es bisweilen unübersichtlich. Langen hat viele Baustellen - doch auch neue Wohnungen entstehen. Bonava plant jetzt ein weiteres Wohnquartier in Langen: Bis 2023 werden zwischen Hans-Kreiling-Allee und Nordendstraße zehn Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 153 Wohnungen sowie eine Gewerbeeinheit entstehen.

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