Adolf-Reichwein-Schüler

Mit selbst gebautem Roboter bei Wettbewerb dabei

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Unter der Dusche Strom erzeugen – mit ihrem selbst gebauten Modell zu dieser Idee traten die Robokings beim Wettbewerb „First Lego League“ an. Auch in den Vorjahren war die Mannschaft der Adolf-Reichwein-Schule mit einem Roboter vertreten gewesen.

Langen - Während des Duschens schnell das Handy aufladen – und zwar mit dem Strom, den man dabei selbst erzeugt: Das ist die Idee hinter dem neuesten Streich der „Lego Mindstorms AG“ der Adolf-Reichwein-Schule.

Mit ihrer Erfindung trat die Langener Mannschaft Robokings – wie bereits in den vergangenen beiden Jahren – beim Regionalwettbewerb der „First Lego League“ an.
In der Kategorie Forschung wurde den jungen Bastlern Wasser als Thema vorgegeben, zu dem sie einen Roboter bauen und programmieren mussten. Die Robokings fanden schnell eine innovative Idee: Sie wollten in Anlehnung an Wasserkraftwerke den Durchfluss in Wasserleitungen zur Stromerzeugung nutzen. Wer sich duscht, erzeugt so gleichzeitig Strom. Also bauten die jungen Bastler einen kleinen fünf Volt starken Wasserturbinen-Generator vor einem Duschkopf. Nach einigen „Sonderschichten“ in den Weihnachtsferien hatten die Robokings ein Modell fertig.

Das Endergebnis präsentierten sie nun nach zwei Monaten Arbeit der Jury beim Wettbewerb in Darmstadt. In dem starken Teilnehmerfeld mit überwiegend älteren Teams, die sich meist aus Zehntklässlern zusammensetzen, konnte sich die junge Langener Mannschaft gut behaupten. Ihre Mitglieder besuchen die sechste bis achte Klasse der Gesamtschule. Die Truppe belegte diesmal den sechsten Platz im Wettbewerb.

Die Gesamtwertung setzt sich aus vier Kategorien zusammen, in der jeweils bis zu 50 Punkte erreichbar sind. In Sachen Teamwork glänzten die Robokings mit einer starken Leistung. Sie präsentierten vor einer Jury ihre AG und lösten die Gruppenaufgabe hervorragend. So belegten sie mit 47 Punkten den dritten Platz in der Kategorie.

Beim Roboterdesign bewertet die Jury die Konstruktion: Kriterien dafür sind ein innovatives, robustes Design, der Einsatz von Sensoren und die Programmierung. Die Robokings sicherten sich hier 38 Punkte.

Als ihre Schwachstelle sehen die Langener Schüler die sogenannten „Robot-Games“. Um in dieser Kategorie zu punkten, muss der selbst entwickelte und programmierte Roboter in 150 Sekunden Aufgaben auf einem Spielfeld lösen. Die Robokings konnten in dieser Kategorie nur neun Punkte erreichen – und unterlagen damit den anderen, deutlich älteren Teams.

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AG-Leiter Marc Oettinghaus ist mit der Leistung seiner Schüler sehr zufrieden: „Die sechs haben sich super geschlagen, als Team toll zusammengearbeitet, sich gegenseitig unterstützt und motiviert.“ Bei Problemen habe die Gruppe gemeinsam eine Lösung gesucht und gefunden. Im nächsten Jahr wollen die Schüler vor allem bei den Robot-Games nachbessern. „Wir konzentrieren uns jetzt auf die Robotor-Mechanik, dann schlagen wir uns nächstes Jahr darin sicher so gut wie in den anderen Kategorien“, betont Oettinghaus. Dafür hätten sich die Robokings beim Wettbewerb schon mal die Konstruktionen und Strategien der Älteren genau angesehen. (jrd)

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