Kombipack für Kinderbetreuung

Asklepios Klinik: Kombination aus betrieblicher und öffentlicher Kita geplant

Große Pläne: Die Asklepios Klinik will nicht nur ihre medizinischen Einrichtungen erweitern, es gibt auch weit gediehene Pläne für eine Kindertagesstätte am Ende des großen Parkplatzes (links). Foto: Häsler
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Große Pläne: Die Asklepios Klinik will nicht nur ihre medizinischen Einrichtungen erweitern, es gibt auch weit gediehene Pläne für eine Kindertagesstätte am Ende des großen Parkplatzes (links).

Das Wachstum der Asklepios Klinik ermöglichen soll der Bebauungsplan, den die Stadtverordnetenversammlung jetzt einstimmig beschlossen hat.

Langen –  Doch das vermutlich erste neue Projekt am Krankenhaus soll gar nicht der medizinischen Versorgung dienen: Südlich des Parkplatzes soll eine große Kindertagesstätte mit etwa 160 Plätzen entstehen, die sowohl von Bediensteten als auch von Langener Bürgern genutzt werden kann. Die bislang hinter verschlossenen Türen laufenden Gespräche sind schon recht weit und sehr konstruktiv, gaben sich gestern alle drei beteiligten Seiten auf Anfragen unserer Redaktion optimistisch.

Anbau an die Klinik für psychische Gesundheit, Erweiterung des zentralen Bettenhauses, der Verwaltung und der Zentrale für Noteinsatzfahrzeuge, ein Konferenz- und Schulungszentrum sowie zwei Parkdecks – diese Vorhaben soll der Bebauungsplan primär ermöglichen. Notwendig geworden war er, weil der alte Plan von 1965 Neubauten schon lange nicht mehr hergab – sie alle mussten (kostspielig) über sogenannte Befreiungen genehmigt werden.

Langen Asklepios Klinik: noch nichts konkret terminiert

„Wir sind jetzt erst einmal froh, dass der Plan genehmigt ist“, kommentiert Klinik-Geschäftsführer Jan Voigt den einstimmigen Stadtverordneten-Beschluss. „Das schafft Planungssicherheit für die kommenden 20 oder 30 Jahre.“ Konkret terminiert seien die Vorhaben aber noch nicht. Aktuell werde erst einmal im Gebäude erweitert und erneuert, so sollen im ersten Halbjahr 2020 die neue Notaufnahme, die Endoskopie und die Überwachungsstation in Betrieb gehen.

Dennoch gebe es Baupläne, allerdings nicht von Asklepios direkt, so Voigt. Idee sei, auf dem Krankenhaus-Areal eine Kindertagesstätte anzusiedeln. Diese könnte zu einem Teil Betriebskita sein, zum anderen von der Stadt belegt werden.

Standort wäre eine Grünfläche im Südbereich hinter dem großen Parkplatz. Der Asklepios-Konzern, der das Gesamtareal in Erbpacht vom Kreis übernommen hat, würde es dazu an einen Träger weiterverpachten: an die Terminal for Kids gGmbH. Diese ist einer der großen privaten Träger von Betreuungseinrichtungen in Hessen und überwiegend im Rhein-Main-Gebiet tätig. „Unser Schwerpunkt ist die Kombination von betrieblichen und öffentlichen Kindertagesstätten“, erklärt der kaufmännische Leiter Björn Hörnle.

Langen Asklepios Klinik: Einrichtung mit acht Gruppen geplant

Angedacht sei eine Einrichtung mit acht Gruppen – drei für unter Dreijährige, fünf Ü3 – und rund 160 Kindern. Für einen Teil würde sich die Klinik Belegrechte für ihre Beschäftigten sichern. Im Gegensatz zu kommunalen Plätzen können diese unabhängig vom Wohnort vergeben werden, was Betrieben, deren Mitarbeiter aus einem größeren Einzugsbereich kommen, die Möglichkeit gebe, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Eines der Merkmale, so Hörnle, wären lange Öffnungszeiten.

Bei allen Beteiligten sei der große Wille zu erkennen, das Projekt zügig voranzubringen, sagt er. „Wir arbeiten derzeit in enger Abstimmung mit dem städtischen Fachdienst daran, Vorlagen für die politischen Gremien zu erstellen.“ Erst wenn die erforderlichen Beschlüsse gefasst sind, könne ein weiterer Zeitplan erarbeitet werden.

„Wir sind sehr daran interessiert“, erklärt auch der zuständige Dezernent im Rathaus, Erster Stadtrat Stefan Löbig (Grüne). Angesichts der noch immer langen Warteliste im Kinderbetreuungsbereich sei dies eine gute Möglichkeit, die Situation weiter deutlich zu verbessern.

VON MARKUS SCHAIBLE

Die Modernisierung der Asklepios Klinik Langen schreitet voran. Der Krankenhaus-Betreiber und das Land investieren dabei mehr als elf Millionen Euro.

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