Neues Bundesgesetz

65 Bushaltestellen in Langen sollen barrierefrei werden

Noch sind die Bushaltestellen in Langen nicht barrierefrei. Das soll sich bald ändern.
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Noch sind die Bushaltestellen in Langen nicht barrierefrei. Das soll sich bald ändern.

Ein Bundesgesetz schreibt barrierefreien Bushaltestellen vor. Die Stadt Langen arbeitet jetzt daran.

Langen – Bushaltestellen müssen künftig barrierefrei sein. Diese Vorgabe aus dem Personenbeförderungsgesetz will die Stadt Langen jetzt schrittweise erfüllen. Nach Angaben von Erstem Stadtrat Stefan Löbig plant der Magistrat, ab Herbst – wenn die Stadtverordnetenversammlung grünes Licht gibt – an der Bahnstraße mit den Umbauten zu beginnen, da dort Stadt- und Regionalbusse unterwegs sind und die Haltestellen häufig angefahren und genutzt werden.

Zu einem ersten Ausbaubündel gehören dabei die Haltepunkte an der Luisenstraße (Süd), der Ludwig-Erk-Schule (Nord und Süd), an der Post (Nord und Süd) und am Lutherplatz (West und Ost). Nach einer ersten groben Kostenschätzung rechnet die Verwaltung mit Ausgaben von knapp 678 000 Euro. „Es wurden bereits Fördermittel beim Land beantragt, der Fördersatz liegt bei 70 Prozent“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt.

Bis zum 1. Januar 2022 ist nach den Vorgaben des Bundes Zeit, die Haltestellen fit zu machen. Langen besitzt davon insgesamt 105, von denen 65 gemäß der aktualisierten Gesetzgebung umgebaut werden müssen. Das ergab eine Untersuchung der Verwaltung im Verbund mit der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (KVG). Basierend auf ihrer Bedeutung im Stadtgebiet und für die Region haben die Beteiligten eine Rangfolge der Arbeiten entwickelt.

Barrierefrei: 65 Bushaltestellen in ganz Langen, unter anderem die beiden an der Ludwig-Erk-Schule, sollen so umgebaut werden, wie die vor dem DRK-Seniorenheim in der Frankfurter Straße schon sind.

„Vom Umbau profitieren nicht nur behinderte Menschen, sondern auch in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen wie zum Beispiel ältere Mitbürger, Eltern mit Kinderwagen und kleine Kinder“, betont Gebhardt. Das städtische Umbaukonzept sieht 22 Zentimeter hohe sogenannte Kasseler Sonderborde vor, die ein einfaches Einsteigen in den Bus ermöglichen. Außerdem sollen die Aufenthaltsqualität an den Haltestellen und die Informationen über Abfahrten und Linien verbessert werden. Damit die Einstiegsstelle leichter gefunden wird, werden standardmäßig weiße Platten mit Noppen verlegt. Auch die unmittelbar benachbarten Fußgängerampeln, Zebrastreifen und Gehwege wollen die Verantwortlichen barrierefrei gestalten, damit die jeweilige Haltestelle gut erreicht werden kann.

Die aktuelle Planung wurde mit Hessen Mobil, den Stadtwerken als Träger des Stadtbusverkehrs und der KVG (Regionalbuslinien) abgestimmt. Sie liegt den Stadtverordneten in der Sitzung am Donnerstag, 25. Juni, zur Beschlussfassung vor. ble

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