Zu teuer

Bushaltestellen werden nicht barrierefrei

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In Langen werden auf absehbare Zeit keine Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut.

Langen – In Langen werden auf absehbare Zeit keine Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut. Dies müsste nach den Vorgaben des deutschen Personenbeförderungsgesetzes eigentlich bis zum 1. Januar 2022 geschehen, doch die Mehrheit der Stadtverordneten will aus finanziellen Gründen komplett darauf verzichten. Von Markus Schaible

Daran änderte auch die erneute Beratung in der jüngsten Parlamentssitzung nichts. Die ursprünglichen Planungen der Verwaltung sahen einen Umbau von 65 Haltestellen vor; mit sieben sollte dieses Jahr begonnen werden. Kosten für 2019: knapp 900.000 Euro, davon aber 70 Prozent Landeszuschuss. Die SPD wollte auf drei Maßnahmen reduzieren, die CDU komplett verzichten. Und dabei bleibt es auch.

Frank Gottschling (SPD) und Ingo Eberhard (Grüne) verwiesen noch einmal auf die gesetzliche Verpflichtung sowie den Landeszuschuss, den es bei einer späteren Umsetzung nicht mehr gebe. Auch die CDU habe ein großes Interesse, die Stadt behindertengerecht zu gestalten, entgegnete Christian Gött: „Aber wir haben das Geld nicht.“ Und nur wenn eine Haltestelle saniert werde, müsse dies behindertengerecht geschehen, ansonsten könne sie bleiben, wie sie ist.

Denkbar knapp verwarfen CDU, FDP und NEV gegen SPD, Grüne, UWFB und Linke den Ausbau.

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