Crayfish sind Vergangenheit

Alaska Pirate: Neuer Name, neue Songs und neue Platte

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Als Alaska Pirate wagen (von links) Dominik Westphal (Bass), Patrik Westphal (Gitarre, Gesang), Fabian Fink (Gesang), Moritz Maier (Gitarre, Gesang) und Marcel Schweer (Schlagzeug) den musikalischen Neuanfang. Ihr erstes Album erscheint Ende des Monats.

Langen - Neuer Name, neue Songs und neue Platte – doch trotzdem altbekannte Gesichter. Alaska Pirate startet sicher nicht bei null: Immerhin hat die Rockband aus Langen unter dem Namen Crayfish in der Vergangenheit mächtig auf sich aufmerksam gemacht. Von Timo Kurth 

Auftritte bei The Dome oder in der TUI-Arena sicherten den Musikern bereits überregionale Bekanntheit. Zudem gab’s 2010 den Kulturförderpreis der Stadt. Nach der Crayfish-Auflösung 2013 starten die fünf jungen Männer mit Alaska Pirate jetzt zur Freude ihrer Fans ein neues Bandprojekt. Ein erstes Musikvideo zur Single „Roads“ lässt bereits erahnen, was auf dem Rest des Albums „Alaska Pirate“ zu erwarten ist, das ab 27. März erhältlich ist: echter authentisch-kratziger Rock, wie man ihn von den Langenern bereits zu früheren Zeiten gewohnt war. „Es handelt sich bei Alaska Pirate jedoch ausdrücklich um einen Neubeginn. Crayfish war ein anderes Kapitel“, meint Gitarrist Moritz Maier. Man werde keine alten Songs mehr spielen, denn es wurde ein radikaler Schlussstrich gezogen.

„Wir sind als Band bereits während der Schulzeit zusammengewachsen und haben uns seit unserer Gründung 2001 ständig verändert. Man identifiziert sich da natürlicherweise nicht mehr mit allen Projekten der Vergangenheit.“ Als Sänger und Frontmann Fabian Fink 2013 ein Auslandsjahr antrat, bot es sich schließlich an, „Altlasten abzulegen“, wie er selbst beschreibt. Die regelmäßige Bandarbeit im Probenraum im Sportzentrum Nord musste ohnehin erst einmal ruhen.

Doch schon bei der Auflösung im Jahr 2013 war den Rockern aus Langen klar, dass es sich keinesfalls um ein Ende der gemeinsamen musikalischen Karriere handelt. Im Gegenteil klingt es, als sei die Rückkehr für die jungen Musiker von Anfang an beschlossene Sache gewesen. „Wir arbeiten seit rund zwei Jahren am neuen Album, allerdings liefen all die Vorbereitungen im Geheimen“, so Fink. Man nahm sich besonders im vergangenen Jahr viel Zeit für kreative Prozesse. Das ein oder andere Wochenende wurde da gar ein Bandhaus angemietet, um vollständig der Musik (und dem ein oder anderen Bier) zu erliegen. „Zu früheren Zeiten liefen Songwriting und CD-Produktionen immer parallel zu zahlreichen Auftritten. Jetzt konnten wir uns endlich einmal Zeit für alles nehmen“, erklärt Maier. Zeit, die die Band merklich genutzt hat.

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Das neue Album wurde im Toolhouse Studio (Rotenburg a.d. Fulda) eingespielt, einem der renommiertesten Tonhäuser des Landes. „Nach uns kam beispielsweise Silbermond zur Aufnahme“, berichtet der Gitarrist.

Bei der Alaska-Pirate-Produktion wurde besonders Wert auf einen authentischen Live-Sound gelegt. „Uns hat früher immer gestört, dass wir auf unseren CDs und unseren Live-Gigs so unterschiedlich klingen“, klagt Maier über vergangene Projekte. Dass die Band die gesamte Produktion analog und live eingespielt hat, sollte dieser Entwicklung entgegenwirken. „Unser Augenmerk lag auf der Einfachheit und Echtheit unserer Songs. Wir wollten eine subtile Coolness“, fügt Fink hinzu. Passend dazu, gibt es das neue Werk der Jungs in einer limitierten Auflage auch auf Vinyl. „Das hat sich bei dieser Art der Live-Aufnahme einfach angeboten.“

Zum Erscheinen des Albums am Sonntag, 27. März, werden die fünf Musiker ihren ersten Gig im Nachtleben Frankfurt absolvieren (Beginn: 21 Uhr) und die neuen Songs damit erstmals vor Publikum aufführen. „Es wird ein Abend voller Weltpremieren, wenn man so will“, erklärt Maier mit sichtlicher Vorfreude auf den Abend.

Auf der Internetseite kann man sich bereits erste Eindrücke über die neue alte Langener Rockband verschaffen und zudem Tickets für die Release-Show im Nachtleben erwerben: www.alaskapirate.de

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