Ordnungspolizei 

Neue stationäre Radaranlagen machen sich in Statistik bemerkbar: Deutlich mehr Raser erwischt

Die Ordnungspolizei Langen hat deutlich mehr Raser erwischt. Grund sind die neuen stationären Radaranlagen (Symbolbild).
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Die Ordnungspolizei Langen hat deutlich mehr Raser erwischt. Grund sind die neuen stationären Radaranlagen (Symbolbild).

Deutlich mehr Raser als 2018 wurden vergangenes Jahr in Langen geblitzt. Allerdings: „Gewinn“ macht die Stadt dadurch nicht, die Kosten für die Verkehrsüberwachung sind höher als die Einnahmen.

Langen – Dass dem städtischen Fachdienst Öffentliche Sicherheit und Ordnung mehr Temposünder ins Netz gegangen sind als im Vorjahr, hat zwei Gründe: die neuen Messanlagen sowie den vermehrten Einsatz des Radarwagens an besonders stark frequentierten Gefahrenpunkten.

Insgesamt erfassten die stationären Anlagen 3 798 885 Fahrzeuge (Vorjahr: 1 605 705), von denen 14 519 (2018: 3 723) zu schnell unterwegs waren. Hinzu kommen 57 727 Fahrzeuge, die das Radarauto innerhalb des Stadtgebietes passiert haben. Von ihnen wurden 5 358 wegen erhöhter Geschwindigkeit verwarnt. Im Vorjahr lagen die Zahlen bei 48 668 Kraftfahrzeugen und 3 723 Rasern. Einer der Schwerpunkte der mobilen Verkehrsüberwachung lag im vergangenen Jahr auf der Darmstädter Straße vor dem neuen Wohngebiet und der Kita Zauberburg.

Deutlich bemerkbar machte sich in der Jahresstatistik die im September 2018 in Betrieb genommene Messanlage an der Dieburger Straße. Dort gelangen der Ordnungspolizei 973 Schnappschüsse mit Folgen. Statistisch noch stärker ins Gewicht fielen die beiden im Juni 2019 errichteten Säulen an der Kreuzung B 486/K 168. Auf ihr Konto gehen 7 310 Verwarnungsschreiben von insgesamt 673 646 Verkehrsteilnehmern in Richtung Mörfelden und 3 184 von 2 030 715 in der Gegenrichtung. Den erfassten Geschwindigkeitsrekord erreichte ein Fahrzeug mit 109 bei erlaubten 70 Kilometer pro Stunde. Im Innenstadtbereich schuf ein Autofahrer mit gemessenen 51 Stundenkilometern in einer Tempo-30-Zone eine traurige Bestmarke. Auch Falschparker wurden verfolgt: 12 310 Knöllchen und damit etwas weniger als im Vorjahr (12 703) fanden ihre Empfänger.

Die Einnahmen aus der gesamten Verkehrsüberwachung sind im vergangenen Jahr auf 274 892,11 Euro gestiegen (2018: 267 360 Euro). Davon flossen 168 597,51 Euro aus dem Geldbeutel von Falschparkern in den Stadtsäckel. „Die Einnahmen stehen eindeutig nicht im Vordergrund“, sagt Bürgermeister Frieder Gebhardt, denn damit seien nicht einmal die Personal- und Wartungskosten gedeckt. Es gehe darum, die Sicherheit auf Langens Straßen zu erhöhen und besonders gefährdete Stellen, wie zum Beispiel Kitas oder Schulen durch Überwachung zu schützen. Kritikern der Blitzer entgegnet der Bürgermeister: „Wer sich an die Straßenverkehrsordnung hält, zahlt keinen Cent.“  

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