Feuerwehr löscht am Waldsee

Bootsanleger in Flammen: Angelverein vermutet Brandstiftung

Da ist Kraxeln angesagt: Die Feuerwehrleute mussten einen Bootsanleger löschen.
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Da ist Kraxeln angesagt: Die Feuerwehrleute mussten einen Bootsanleger löschen.

Während andere an Karfreitag beim Osterkaffee saßen, waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Langen und Egelsbach mit einem kniffligen Einsatz beschäftigt. Gegen 13 Uhr wurde die Feuerwehr Langen zu einem Brand auf dem Gelände des Waldsees alarmiert.

Langen/Egelsbach – Der Rauch war weithin sichtbar. Bereits 20 Minuten zuvor waren die Nachbarn der Egelsbacher Feuerwehr gerufen worden. Doch der genaue Einsatzort war unklar. Er befand sich nicht wie zunächst gemeldet am Bruchsee, sondern an der Egelsbacher Kiesgrube, wo beide Feuerwehren parallel eintrafen.

Vor Ort brannten ein Bootsanleger mit einem kleinen Häuschen sowie zwei Boote und schätzungsweise 150 Quadratmeter Wald. Die Feuerwehrleute mussten also zügigst den Brand löschen, um eine Ausbreitung zu verhindern. Für die Wasserversorgung wurde der See genutzt. Die Egelsbacher übergaben dann schließlich die Einsatzstelle an die Feuerwehr Langen.

Für diese gestalteten sich insbesondere die Nachlöscharbeiten aufwendig, da sich der Anleger an exponierter Hanglage befindet. Damit die Atemschutztrupps an der Einsatzstelle ausreichend Abstand zum Wasser einhalten konnten – um nicht noch zusätzlich Schwimmwesten tragen zu müssen – kam ein Schlauchboot zum Einsatz. Von dort aus wurde gezielt nachgelöscht.

Vom Schlauchboot aus erstickten die Einsatzkräfte die letzten Flammen am Steg an der Kiesgrube.

Insgesamt war die Feuerwehr fast vier Stunden lang beschäftigt, um 16.50 Uhr war der Einsatz beendet. Neben den Einsatzkräften der Langener und Egelsbacher Wehren war auch die Untere Wasserbehörde vor Ort.

Der Sachschaden wird auf rund 30 000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar. Der Angelsteg und die Boote wurden von Mitgliedern des Angelvereins 66 Egelsbach genutzt. Die beiden Boote seien Privateigentum von Anglern, teilt der Vereinsvorsitzende Wilfried Schmidt mit. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir das wieder aufgebaut bekommen“, sagt er. Bis der Verein den abgebrannten Steg ersetzen könne, werde es aber wohl dauern, da die Coronabestimmungen einen großen Arbeitseinsatz verbieten. Dass die Boote abgebrannt sind, sei am ärgerlichsten. „So ein Boot kostet schon mal 3000 Euro“, sagt Schmidt. Der Vereinsvorsitzende geht von Brandstiftung aus. „Da hat jemand vorsätzlich den Steg angesteckt“, meint er. 

jrd

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