SPD guter Dinge in Sachen Konsensfindung

Etat-Warteschleife kein Beinbruch

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SPD-Gastgeber und Gäste, von links: Frank Weber, Werner Müller, Ortsvereinsvorsitzender Joachim Knapp, Serpil Sarikaya, Europawahl-Kandidatin Anna Kristina Tanev, Andrea Gerlach und Bürgermeister Frieder Gebhardt.

Langen – Zum traditionellen Neujahrsempfang der Sozialdemokraten begrüßt Ortsvereinsvorsitzender Joachim Knapp im großen Saal der Stadthalle Gäste aus Stadt und Kreis, allen voran das langjährige Bundestagsmitglied Uta Zapf, Hildegard Klär (Europa-Union), Werner Müller (Ehrenvorsitzender Kreistag), Andrea Gerlach und Serpil Sarikaya (beide Kreistag) sowie Europawahl-Kandidatin Anna Kristina Tanev aus Dietzenbach. Von Leo F. Postl

Rückblickend streift Knapp die Landtagswahl – „Die war für uns enttäuschend, da gibt es nichts zu deuteln“ – und spart auch hitzige und kontroverse Debatten innerhalb des Ortsvereins nicht aus. „Aber: Wir haben uns zusammengerauft und es wird geschlossen weitergehen.“

Damit spielt der Vorsitzende bereits auf die Fraktionssondersitzung vom Dienstag dieser Woche an, die sich vor allem um den anstehenden Haushaltsbeschluss, aber auch um die Bebauung an der Liebigstraße gedreht hat. „Wir sind zu einem guten Ergebnis gekommen“, mehr lässt Knapp sich vorerst nicht entlocken. Abgesehen davon: „Ein noch nicht verabschiedeter Haushalt ist zwar hier bei uns ein Novum, aber kein Beinbruch – woanders ist das schon fast Normalität“, sieht Knapp der anstehenden Diskussion positiv entgegen.

Darüber hinaus stehe die SPD für „eine zukunftsweisende Klimapolitik in Langen“, die auf die Verringerung von Kohlendioxid- und Stickoxid-Emissionen abziele. „Mit der Einrichtung von E-Tankstellen und Umrüstung des städtischen Fuhrparks auf E-Fahrzeuge werden fortschrittliche Weichen gestellt“, so Knapp.

Frank Weber, Mitglied des Langener Haupt- und Finanzausschusses, geht noch einmal explizit auf Haushaltsthemen ein. „Die Erhöhung der Grundsteuer B darf nicht zum Automatismus werden, sondern bedarf einer jährlichen Überprüfung auf deren Notwendigkeit“. Damit Langen „nicht nur eine beliebte Stadt zum Wohnen, sondern auch für alle bezahlbar bleibt“, wolle die SPD insbesondere den Bau von Wohnraum für weniger gut betuchte Familien, Singles in Normalberufen oder auch Senioren fördern. „Dies auch im Neubaugebiet Liebigstraße“, unterstreicht Weber.

„Die Umsetzung pauschaler Einsparungen haben wir bewusst den Fachbereichsleitern überlassen, da diese am besten wissen, wo es solche Möglichkeiten gibt“, spricht Weber ein umstrittenes Thema an. „Es liegen Vorschläge vor, jetzt muss ein Konsens gefunden werden, dann steht auch dem baldigen Beschluss des Haushalts nichts entgegen“, urteilt Weber.

Die SPD-Kandidatin für das Europaparlament, Anna Kristina Tanev, wirbt derweil für ein stabiles, bedeutendes Europa. „Mein Ziel ist, nicht nur als Langenerin, Hessin oder Deutsche, sondern als Europäerin auf der Straße zu stehen“, wirbt sie für rege Beteiligung am Europawahlgang im Frühjahr.

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