Städtetreffen

Feiertage mit Freunden aus dem europäischen Haus

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Kompassnadel der Völkerfreundschaft: Der Wegweiser am Rathaus zeigt in die Himmelsrichtungen der Partnerstädte und gibt deren Entfernung an. Foto: STADT

Zum 16. Mal seit 1974 ist Langen über die Pfingsttage Schauplatz eines großen Städtetreffens. Dazu werden etwa 80 Gäste aus den Partnerstädten Romorantin-Lanthenay (Frankreich), Long Eaton (England) und Tarsus (Türkei) erwartet. Sie kommen am Freitag, 7.

Langen – Für viele wird es ein Wiedersehen mit langjährigen Freunden, denn fast alle Besucher aus den Partnerschaftsvereinen wohnen in Gastfamilien. Zu den offiziellen Vertretern zählen unter anderem die Stadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin Hélène le Dean (Romorantin-Lanthenay), Bürgermeisterin Sue Beardsley (Long Eaton) und eine Delegation aus Tarsus mit dem neuen Bürgermeister Dr. Haluk Bozdogan an der Spitze. Repräsentanten aus Aranda de Duero können leider nicht teilnehmen, da in Spanien gerade Regional- und Kommunalwahlen stattfinden.

Seit Jahrzehnten engagieren sich im Städtebund zahlreiche Akteure für die Völkerverständigung und treten gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung ein. „Durch die persönlichen Begegnungen zwischen Menschen verschiedener Länder, Sprachen und Kulturen sind lebendige und gerade auch in krisenhaften Zeiten belastbare Freundschaften entstanden“, weiß nicht nur Bürgermeister Frieder Gebhardt. Langens Rathaus-Chef wird die Delegationen am Pfingstsamstag um 10 Uhr beim offiziellen Empfang mit Hissen der Flaggen und Abspielen der Nationalhymnen an der Stadthalle begrüßen, im Anschluss geht es im großen Saal der Halle weiter. Dort steigt später auch der Willkommensabend.

Am Pfingstsonntag können sich die Gäste das Festival der Volkstänze in der Stadthalle oder das internationale Jugendfußballturnier beim 1. FC Langen anschauen. Um 17 Uhr beginnt eine ökumenische Vorabendandacht in der Stadtkirche plus Orgelkonzert von Kantorin Elvira Schwarz. Ein Höhepunkt dürfte am Pfingstmontag der Busausflug nach Speyer mit Stadtführung und Besuch des Technik-Museums werden. Mit dem Abschiedsabend des Langener Fördererkreises für europäische Partnerschaften klingt die „Familienfeier der befreundeten Städte“ tags darauf aus.

Premiere der Zusammenkünfte war 1973 in Romorantin-Lanthenay. Seitdem ist – im jährlichen Wechsel – immer eine der drei Städte innerhalb der Ringverschwisterung Langen/Romorantin/ Long Eaton Gastgeberin des abwechslungsreichen Begegnungsfestes. In Langen sind dazu selbstverständlich auch die Freunde aus Spanien und der Türkei eingeladen. Die Organisation liegt in den Händen der Stadt und des Fördererkreises für europäische Partnerschaften um seinen Vorsitzenden Fritz-Jürgen Becker.

Geprägt vom Klima der Nachkriegszeit und mit dem Willen, zur Versöhnung und Völkerverständigung beizutragen, verschwisterte sich Langen 1968 erstmals mit einer europäischen Kommune. Dass die Wahl auf Romorantin-Lanthenay, die Hauptstadt der Sologne, fiel, war mehr ein Zufall. Die ersten Kontakte bahnte damals eine Langener Familie an, die im schlösserreichen Distrikt Loir-et-Cher ihren Campingurlaub verbrachte.

Bereits 1962 hatte sich Romorantin-Lanthenay mit der britischen Stadt Long Eaton verschwistert. Diese „Mitgift“ nutzte Langen und schloss 1971 ebenfalls eine Partnerschaft mit der mittelenglischen Kommune in der Grafschaft Derbyshire nahe Nottingham. Mit Tarsus begann Langen 1991 eine kommunale Freundschaft. Anno 2006 unterzeichneten Langen und Aranda de Duero die Verschwisterungsurkunde.  hob

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