Neujahrsempfang der Unabhängigen Wählervereinigung

Freude über „wieder aufstrebende“ Stadt

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Ein Gläschen auf 2018 beim Empfang der Unabhängigen Wählervereinigung Langen hoben (von links): Claudia Hauser (LAG Frauen), Schriftführer Bernd Müller, der stellvertretende Kreis-Vorsitzende der Freien Wähler, Jürgen Ries, „Gründungsgrund“ Klaus-Dieter Schneider, Vorsitzender Michael Kraus, Fraktionsvorsitzender Dr. Detlev Drömer und die stellvertretende Vorsitzende Yvonne Hartwig.  

Langen - Die Unabhängige Wählervereinigung (UWFB) stellt der städtischen Entwicklung ein positives Zeugnis aus. Das machte UWFB-Vorsitzender Michael Kraus beim Neujahrsempfang am Dienstagabend deutlich.

Kritik gab’s im Detail, besonders am Herzen liegt der Partei der gebührenfreie Kitabesuch. Vom „nun wieder unübersehbar aufstrebenden Langen“ spricht Michael Kraus im Jahresrückblick. Das leitet er nicht zuletzt von den vielen Baukränen ab. „Im Langener Norden herrscht Hochbetrieb und an der Liebigstraße wird es auch bald so aussehen“, betont Kraus. Der UWFB-Vorsitzende kann der Kritik der FDP am „Einheitsgrau“ dort nicht folgen. „Klar sieht es jetzt gerade zur Nordumgehung hin nicht sonderlich farbig aus, aber diese Front soll ja Schallschutzwirkung erfüllen. In den Terrassen auf der anderen Seite der Gebäude lässt es sich sicher gemütlich und ruhig sitzen.“

Die Kritik der FDP an der ausschließlichen Wohnbebauung an der Liebigstraße kontert Kraus mit dem Verweis, dass dort „sehr wohl Gewerbeflächen angeboten wurden, diese aber niemand haben wollte“. Er sei überzeugt, dass die Wohnungen dort genauso weggehen werden wie an der Selbert-Allee. Ein Sonderlob spricht er der städtischen Wirtschaftsförderung aus: Mit der Ansiedlung des europaweit größten Herstellers von Autobus-Batterien, der Firma Akasol, sei ein Coup gelungen. „Da kommt viel Know-how nach Langen“, hofft Kraus auf affine Nachzügler. Positiv sieht er ferner die Option auf eine Verlängerung der Regionaltangente West, die wieder im Gespräch ist. „Vielleicht wird’s noch was – wir haben alles von unserer Seite getan, was wir tun konnten, alles andere hängt jetzt von der Planungsgesellschaft ab.“

Bilder zum Neujahrsempfang der Stadt Dietzenbach

Lob ist Michael Kraus nicht zuletzt der von den Stadtverordneten beschlossene ausgeglichene Haushalt 2018 wert – „auch wenn wir die Grundsteuer anheben mussten und dies für 2019 nochmals vorgesehen ist“. Definitiv angehen will die UWFB die gebührenfreie Kinderbetreuung. „Das Land hat eine kostenfreie Betreuung von sechs Stunden zugesagt, aber mit den kalkulierten 132 Euro dafür kommen wir in Langen bestimmt nicht hin“, betont Kraus und beschwört das Konnexitätsprinzip: „Wer bestellt, bezahlt.“ In diesem Sinne fordert die UWFB Land und Bund auf, die Kosten komplett zu tragen. (lfp)

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