Auf die Plätze, Ente, los

Gelbe Quietscheentchen in Klein und Groß im Freibad

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Rennstrecke: In den Vorläufen im Strömungskanal des Freibads wird ermittelt, welche Quietscheenten auf der großen Rutsche um den Gesamtsieg beim TVL-Entenrennen kämpfen.

Die Enten sind los: Scharen der gelben Vögel schlängeln sich am Samstag bei der fünften Auflage des Langener Entenrennens für den guten Zweck durch die Becken des Freibades.

Langen - Der Turnverein sucht abermals das schnellste und das schönste Gummitierchen der Stadt – der Erlös ist für den guten Zweck. Begleitet von einem bunten Rahmenprogramm wird gepinselt, angefeuert und geplanscht.

Die Invasion ist kaum zu übersehen – bei bestem Wetter tummeln sich zwischen 700 Besuchern an jeder Ecke kleine Enten in jeglicher Farbe und Gestaltung. Beim Wettbewerb „Pimp my Duck“ legt sich jeder ins Zeug, um sein Tier möglichst spektakulär zu gestalten. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. „Wir hatten schon Enten als Astronauten oder Ähnliches“, weiß die Moderatorin des „Charity-Spektakels“, Maren Schlegler. Da die Entchen schon seit einigen Wochen in den Langener Schulen zum kleinen Preis verkauft wurden, bringt der eine oder andere seinen Hoffnungsträger für den Sieg von Zuhause mit. Für Kurzentschlossene steht eine Station mit allerlei Bastelutensilien bereit. Bei der großen Schau am Ende des Tages stimmen die Besucher aus knapp 200 Tierchen über „Langens Next Top-Ente“ ab.

Mit von der Partie ist die Lokalmatadorin Siska. Die Vierjährige hat schon Erfahrungen mit Entenrennen: „Ich kenne solch ein Spektakel schon aus einer anderen Stadt.“ Zusammen mit ihrer Oma weiß sie daher ganz genau, welche Art der Gestaltung die besten Chancen auf den ersten Platz hat.

Der Spendenerlös wird wie bei den vorangegangenen Veranstaltungen geteilt: Eine Hälfte kommt der eigenen Kinder- und Jugendarbeit zugute, die andere Hälfte geht in diesem Jahr an den Verein für krebskranke und chronisch kranke Kinder Darmstadt. „Natürlich sind Kinder immer unser Motiv“, erklärt Kai Forst, einer der Vorsitzenden des Turnvereins.

Um sich die Zeit zwischen den Attraktionen zu vertreiben, hat der TVL wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Beim „Arschbombenwettbewerb“ kann jeder den Sprung vom Drei-Meter-Brett wagen. Eine Jury aus erfahrenen Schwimmern vergibt Punkte und kürt den besten Springer des Tages. Wer lieber auf dem Wasser herumschippert, der kann sich beim „Entenpaddeln“ versuchen. In Teams geht es auf die großen Gummienten und nun gilt es, am schnellsten auf die andere Beckenseite zu paddeln und wieder zurück zu kommen – doch die meiste Zeit wird mit den großen Booten einfach nur geplanscht.

Wenige Meter weiter finden schon die Vorläufe für das eigentliche „Entenrennen“ statt. An die 600 Vögelchen machen sich in vier Anläufen auf die Reise. Nachdem sie aus dem Sack ins Wasser gehüpft sind, müssen sie eine Runde durch den Strömungskanal bewältigen, um dann die Ausfahrt Richtung Attraktionsbecken zu kriegen. Welche Ente das geschafft hat, ist eigentlich schon sicher für das Finale qualifiziert, denn dann ist der Weg zur Ziellinie nicht mehr weit. Nicht selten wird aber auch eine zweite oder dritte Runde gedreht. Natürlich wird vom Beckenrand aus kräftig angefeuert. Diesmal birgt die Herausforderung jedoch größere Schwierigkeiten und die Siegeranzahl der Vorläufe ist ungewöhnlich niedrig. Eine zweite Chance bekommen aber alle anderen Enten noch einmal in den Hoffnungsläufen.

Nach allen vier Qualifikationsrunden folgt das große Finale. Moderatorin Schlegler erklärt: „Den Sieger des bunten Spektakels ermitteln wir auf der großen Rutsche. Nach einer rasanten Fahrt in die Tiefe gewinnt, wer als Erstes die Ziellinie überschwimmt.“

Auf die Gewinner der einzelnen Wettbewerbe warten wieder spannende Preise: Der Hauptgewinner des „Pimp my Duck“-Wettbewerbes freut sich über zwei Jahreskarten für den Erlebnispark Lochmühle. Beim Entenrennen lockt ein Ausflug für die ganze Familie in den Holiday Park. Noch wartet die schnellste Rennente (und damit auch der Preis) auf Abholung durch den „Besitzer“.

„Mittlerweile hat sich die Veranstaltung gerade bei den fünf- bis neunjährigen Kindern wunderbar etabliert – nicht zuletzt, weil in den Schulen die meisten Quietscheenten einen Abnehmer finden“, freut sich Forst. Sein Wunsch für die Zukunft ist, das „Langener Charity-Spektakel“ zu einem richtig großen Event zu machen.

VON MORITZ KEGLER

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