Kontrolle am Vierröhrenbrunnen

Gerichtslinde wird untersucht

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Bei der Untersuchung im vergangenen Jahr attestierten die Baum-Fachleute der Gerichtslinde auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz eine gute Gesundheit. Jetzt kommen sie wieder.

Langen -  Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, um die Gesundheit zu schützen. Auch die etwa 150 Jahre alte Gerichtslinde am Wilhelm-Leuschner-Platz in der Altstadt wird regelmäßig kontrolliert, damit Schädlinge, Fäulnis und Stürme den prächtigen Baum nicht zu Fall bringen.

Am Dienstag, 27. März, nimmt die Rüsselsheimer Firma Netzwerk Grün die botanische Schönheit unter die Lupe. Mit einem 27 Meter hohen Hubsteiger haben die Fachleute einen guten Blick auf Problemstellen und können morschen Ästen bei Bedarf zu Leibe rücken. Kontrollen im vergangenen Jahr attestierten dem Baum eine gute Gesundheit. Dennoch kann ein Schnitt erforderlich sein, um Anwohner und Passanten vor herabfallendem Gehölz zu schützen.

Die 18 Meter hohe Sommerlinde (lateinisch Tilia platyphyllos) hat einen Stammumfang von 287 Zentimetern. Ihre stattliche Krone misst zwölf Meter Durchmesser. Der Baum erinnert an einen historischen Justizstandort in Langen. Das sogenannte Maigeding oder Wildbanngericht, das für das gesamt Dreieichgebiet Bedeutung hatte, tagte zum letzten Mal im Jahr 1556. Mitte des 18. Jahrhunderts musste die Original-Gerichtslinde gefällt werden, weil sie in einem schlechten Zustand war. Heute noch erinnert ein Mosaik an die geschichtliche Bedeutung des Platzes. Erst im vergangenen Jahr wurde es nach altem Vorbild neu gepflastert, weil die 1902 gesetzten Steine stark beschädigt und zerbrochen waren. (ble)

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