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Heißer Draht für Mängelhinweise

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Mit dem Bürgermelder können Langener Hinweise weiterleiten.

Langen - Mit dem sogenannten Bürgermelder hat die Stadtverwaltung den Langenern ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem sich Hinweise auf Mängel, Schäden und Ähnliches bequem weiterleiten lassen. Fazit nach anderthalb Jahren Feldversuch: Der Bürgermelder hat sich bewährt.

„Eine Straßenlaterne ist defekt, bei Dunkelheit nichts mehr zu sehen“, schreibt ein Langener und fügt gleich noch ein Bild hinzu. Ein anderer weist darauf hin, dass auf einem Gehweg Scherben liegen und dokumentiert’s ebenfalls per Foto. Ein Dritter informiert, dass ein offenbar herrenloses, aber intaktes Fahrrad nicht abgeschlossen an einem Zaun zu vergammeln droht. Drei typische Einträge im digitalen Bürgermelder, denen kommunale Bedienstete im vergangenen Jahr postwendend nachgegangen sind. Den Meldeservice haben Stadt und Stadtwerke im Sommer 2017 eingerichtet. Seither sind circa 350 Einträge aufgenommen worden, was die Initiatoren zu dem Schluss kommen lässt: „Der Bürgermelder macht es allen leicht und kommt gut an.“

Das System lebt davon, dass erstens Meldungen auf schnellstem Weg ihre Adressaten erreichen und letztere zweitens den Hinweisen möglich rasch nachgehen. „Davon profitieren alle“, findet nicht nur Manfred Pusdrowski, Chef der Stadtwerke und der Kommunalen Betriebe (KBL). „Die zuständigen Stellen bekommen Informationen über Mängel, Schäden oder Vorfällen, die bis dato nicht bekannt waren, und die Bürger können sich darauf verlassen, dass sich zeitnah jemand um ihre Anliegen kümmert.“ Ganz in diesem sinne haben die Stadtwerke die eingangs genannte Laterne unverzüglich repariert, die Kommunalen Betriebe die Scherben zusammengekehrt und Mitarbeiter des Fundbüros das herrenlose Rad abgeholt.

Der Bürgermelder ist die „Version 2.0“ der einstigen Mängelkärtchen und steht über das Internet und die Stella-App der Stadtwerke rund um die Uhr zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil: Die eingegebenen Meldungen und der Bearbeitungsweg werden auf der städtischen Homepage abgebildet. Das macht die Plattform transparent und vermeidet Doppelmeldungen.

Online zeigt der Bürgermelder kurz nach Eingang des Hinweises an, dass der Vorgang bearbeitet wird. Ist dies geschehen, kommt ein „erledigt“, in der Regel ergänzt um eine kleine Stellungnahme wie „KBL hat aufgeräumt“, als es um die Beseitigung eines Müllhaufens ging. Das Ganze geschieht natürlich anonym, also ohne die Namen der Hinweisgeber. Nicht veröffentlicht werden Meldungen, die den Datenschutz oder die sogenannte Netiquette verletzen. Das ist aber eher selten der Fall – im Gegenteil: Viele bedanken sich sogar für die rasche Erledigung. „Hätte nie gedacht, dass sich da einer meldet. Und dann so schnell“, so eine nachlesbare Reaktion. Jemand anderes sendete „ein dickes Dankeschön an Sie und Ihre Kollegen“.

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Unter den Meldenden sind höchst aufmerksame Zeitgenossen, die jeweils schon mehr als ein Dutzend Mal von der Plattform Gebrauch gemacht haben. Überhaupt sind gut ein Drittel der Nutzer Mehrfachmelder.

Der einfachste Weg zum Bürgermelder führt nach Pusdrowskis Worten über die Stella-App der Stadtwerke. „Sie steht zum kostenlosen Download auf Google Play und im App-Store bereit und bietet noch eine ganze Menge mehr wie aktuelle Meldungen aus Langen und Egelsbach und von den Stadtwerken, den Abfallkalender, den Apothekennotdienst, regionale Berichte der Langener Zeitung, den Stadtwerke-Tarifrechner, einen Veranstaltungskalender, ein Vereins- und Firmenregister und die Möglichkeit, seine Zählerstände an die Stadtwerke zu übermitteln.“ Hinweis: Der von den Stadtwerken gemanagte Bürgermelder gilt nur für Langen. Egelsbach hatte schon früher ein solches Instrument eingeführt. (hob)

Infos im Internet unter langen.de und egelsbach.de

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