Aktion an der Asklepios Klinik

Wenn der Teddy Schmerzen hat

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Tierischer Notfall: Der Kuschelbär von Luca hat sich an einer Beere verschluckt, Krankenschwester Birgit Kappes kann helfen.

Um Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen, hat die Asklepios Klinik eine ganz besondere Aktion ins Leben gerufen: die Teddyklinik.

Langen – Fast ist es wie im richtigen Leben: Das Wartezimmer in der Langener Asklepios Klinik ist voll besetzt, das Personal bei der Anmeldung hat alle Hände voll zu tun. Nur die Patienten passen an diesem Nachmittag nicht ins gewohnte Bild: Kuschelbär, Stoffhase und Co. sind es, die mit Pfotenbruch und Bauchschmerzen auf Diagnose und Behandlung warten.

Um Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen, haben Mitarbeiter des Hauses an zwei Aktionstagen zur „Teddyklinik“ eingeladen. Dabei sind die Abläufe genau wie im „echten“ Krankenhaus. Die Kinder und ihre Schützlinge werden an der Anmeldung in Empfang genommen, anschließend die Krankheit oder Verletzung des mitgebrachten Kuscheltiers genau dokumentiert. Danach geht es zur Untersuchungsstation – und wenn es sehr schlimm ist, auch in den Operationssaal.

Beim Untersuchen gebrochener Teddybeine, dem Verabreichen von Spritzen, Verbinden von Wunden oder Fieber messen dürfen die Kinder freilich stets mithelfen. Muss der kleine Patient operiert werden, können die Ergebnisse des Eingriffs sogar anhand eines speziellen Röntgengerätes für Kuscheltiere – das die Mitarbeiter der Klinik selbst gebaut hatten – kontrolliert werden. Dabei hatten sie zur Vorbereitung tatsächlich verschiedene Plüschtiere geröntgt. „So haben wir eine Auswahl von passenden Bildern und können den Kindern beispielsweise bei der Behandlung eines Kuschelhasen auch wirklich ein passendes Bild zeigen“, erklärt Organisatorin Beate Schütz. Nach der Behandlung steht vor der Entlassung aus der Teddyklinik noch ein Besuch der Klinikapotheke an. Dort gibt für die Kindern noch ein süßes „Medikament – „immer mit dem Hinweis verbunden, jetzt ganz besonders liebevoll mit dem Kuscheltier umzugehen, damit es wieder gesund wird“, sagt Schütz.

VON MARC STROHFELDT

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