BÜRGERMEISTERWAHL - Kurs halten und die Langener mitnehmen

Angela Kasikci möchte als SPD-Kandidatin Frieder Gebhardt beerben

Angela Kasikci

Nun ist es amtlich, wen Langens Sozialdemokraten in das Rennen um die Nachfolge des Amtsinhabers aus ihren Reihen schicken: Angela Kasikci tritt bei der Bürgermeisterwahl im März 2020 an, um ihren Parteifreund Frieder Gebhardt zu beerben.

Langen – Der 48-jährigen Rechtsanwältin und Mediatorin hat eine öffentliche SPD-Mitgliederversammlung am Freitagabend den Weg zur Kandidatur geebnet – zuvor hatte Kasikci den Mitgliedern und zahlreichen Gästen dargelegt, warum sie anstrebt, die erste Bürgermeisterin Langens zu werden.

„Langen ist für mich Heimat“, stellt Kasikci fest.  Vor 13 Jahren mit ihrem Mann Fidel und den drei Kindern – seinerzeit eins, zwei und drei Jahre alt – nach Langen gekommen, habe sie die Stadt schätzen und lieben gelernt. „Wir haben Freunde gefunden, die so unterschiedlich und bunt sind wie unsere Stadt“, schildert sie. „Diese Offenheit und Toleranz weiß ich zu schätzen – und sie gilt es zu bewahren.“

Wirtschaftskraft ist eines von fünf Schwerpunktthemen, die Kasikci setzt. Langen profitiere von der günstigen Lage mitten im attraktiven Rhein-Main-Gebiet mit seiner boomenden Wirtschaft und starken Infrastruktur. „Langen nimmt inmitten des Rhein-Main-Gebiets eine positive Entwicklung, das belegt das Potenzial unserer Stadt“, so Kasikci. Mit seinem Stadtentwicklungskonzept habe Frieder Gebhardt die Dinge in die genau richtige Richtung gelenkt. Wie er sei auch sie davon überzeugt, „dass der eingeschlagene Weg der Haushaltskonsolidierung durch Wirtschaftswachstum der richtige ist und konsequent weiter gegangen werden muss. Ich stehe dafür, alles, was er begonnen hat, ebenso entschlossen und mutig weiterzuführen.“

Ein klarer Fall und Kasikcis Schwerpunkte zwei und drei seien freilich: „Die soziale Infrastruktur und der Wohnraum müssen mitwachsen.“ Kinderbetreuungsplätze, Schulen, Turnhallen, bezahlbaren Wohnraum, altersgerechtes Wohnen und eine flächendeckende ärztliche Versorgung: All dies benötige Langen. „Aus meiner anwaltlichen Erfahrung weiß ich, dass die Mietpreisbremse nicht viel bewirkt. Daher werde ich mich als Bürgermeisterin um eine stabile, soziale Wohnungsbaupolitik kümmern“, verspricht sie.

Ebenso ein großes Thema in der Stadt sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – „das ist auch ein großes Thema für mich“, merkt die 48-Jährige an. Das Thema Kinderbetreuung habe sie zur SPD gebracht. „Heute kommen Eltern zu mir in die Kanzlei, die einklagen müssen, was eigentlich ihr gutes Recht sein sollte: ein bedarfsgerechter Betreuungsplatz für ihre Kinder.“

Familienfreundliche Stadt – der Begriff ist für die SPD-Kandidatin mit zwei weiteren Themenfeldern untrennbar verwoben: Klimaschutz und eine Kommunalpolitik, die die Bürger mitnimmt. „Der Klimaschutz muss in allen Bereichen einen hohen Stellenwert haben, insbesondere bei der Verkehrspolitik“, stellt sie fest. Kommunalpolitik wiederum sei „die Chance“, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. „Nirgends ist Politik greifbarer als auf kommunaler Ebene: Daher möchte ich zum Wohle unserer Stadt eine starke Beteiligungskultur etablieren, die ja als Mediatorin mein Ding ist.“

Mehr über Angela Kasikci, zu deren Hobbys Reisen und Karate zählen, ist auf ihrer Wahl-Homepage zu erfahren. Sie ist die dritte Bewerberin für den Chefsessel im Rathaus nach Erstem Stadtrat Stefan Löbig (Grüne) und Joost Reinke (unabhängig).

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