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Langener Goldschmiedin Britta Schwalm dreht mit TV-Star Oli P.

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In guter Gesellschaft: Goldschmiedin Britta Schwalm gemeinsam mit „Hallo Schatz“-Moderator Oliver Petszokat und seiner Assistentin, der Kunsthistorikerin Victoria Beyer (links).
In guter Gesellschaft: Goldschmiedin Britta Schwalm gemeinsam mit „Hallo Schatz“-Moderator Oliver Petszokat und seiner Assistentin, der Kunsthistorikerin Victoria Beyer (links). © Noack

Ihr Glückskind-Ring – eine Liebeserklärung an Mutter und Kind in Schmuckform – hat den A Design Award gewonnen. Das Brillant-Collier „Eve’s Weapon“, besetzt mit 110 Edelsteinen in 20. 2 Karat, war auf der Expo in Mailand ausgestellt. Jetzt macht die Langener Goldschmiedin Britta Schwalm auch noch Fernseh-Karriere.

Langen – Die ARD will mit der neuen Show „Hallo Schatz“ auf der Erfolgswelle von „Bares für Rares“ reiten und hat ein charmantes Trödelformat mit Moderator und Sänger Oliver Petszokat (Oli P.) aus der Taufe gehoben. Britta Schwalm verhilft dabei als „Upcycling“-Expertin „altem Krempel“ – in ihrem Fall eben alten Schmuckstücken – zu neuem Glanz. „Natürlich ist Altgold für mich nie Schrott, es bleibt ein tolles Material, aus dem ich immer etwas machen kann“, sagt die Schmiedin.

Das Konzept der Sendung sieht vor, dass die Besitzer mit Trödel, der ihnen nichts mehr bedeutet, in die Sendung kommen und Fachleute durch handwerkliche Arbeit wieder einen „Schatz“ daraus machen, der sich noch gewinnbringend verkaufen lässt. Die mitgebrachten Gegenstände sind dabei ganz vielfältig: Der Schmuck, aber auch Möbelstücke, eine alte Nähmaschine oder eine ungeliebte Holzkiste erfreuen so einen neuen Besitzer.

ARD-Show „Hallo Schatz“: Dreharbeiten auf Burg Adendorf

Für Schwalm eine überaus spannende Erfahrung: „Es war tatsächlich so, dass die ARD auf mich zugekommen ist. Ich war überrascht, aber sofort dafür zu haben“, sagt die Langenerin augenzwinkernd. Die Dreharbeiten auf Burg Adendorf, einem traumhaften Wasserschloss im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen, waren ein besonderes Erlebnis.

Gleich in zwei Folgen von „Hallo Schatz“ darf Britta Schwalm aktiv werden. „Diese Art der Arbeit an den alten Schmuckstücken ist dabei für mich sehr neu. Natürlich nicht handwerklich. Aber hier in meinem Atelier habe ich immer Menschen vor mir, die ein geliebtes Stück erhalten oder neu verarbeitet haben möchten. Dort hatte ich nur den Schmuck, und eben kein Gegenüber. Ich musste mir schnell etwas einfallen lassen, das möglichst vielen Menschen gefällt, damit es sich auch wieder verkaufen lässt“, so Schwalm. Auch vor der laufenden Kamera an dem Edelmetall zu arbeiten, sei ein „völlig verrücktes“ Erlebnis: Ihre Arbeitsschritte müssen immer wiederholbar sei, weil der Kameramann ihre Kunstfertigkeit möglicherweise aus einer anderen Perspektive noch einmal neu drehen möchte. „Das ist ja nicht so leicht: Ein bestehendes Schmuckstück kann man nur einmal einschmelzen“, berichtet Schwalm schmunzelnd.

"Ich bin Goldschmiedin, ich kann nur das eine"

Außerdem muss ihr Auftritt natürlich fernsehtauglich sein. Und sie erklärt ihre Tätigkeiten, während sie an dem Gold arbeitet. „Das ist gewöhnungsbedürftig. Ich bin Goldschmiedin, ich kann nur das eine – oft halte ich bei besonders feinen Arbeiten sogar die Luft an. Jetzt muss ich beim Arbeiten sprechen – gar nicht so leicht“, schildert sie ihre ganz persönliche Herausforderung. Bei den Dreharbeiten hat sie sich dann aber überaus wohlgefühlt: „Oli P. ist ein ganz netter Typ, der mir sofort die Anspannung genommen hat. Es hat viel Spaß gemacht, Teil dieses Teams zu sein“, so die Goldschmiedin.

Ein Teil ihrer beiden Auf tritte wurde von einem ARD-Kameramann in ihrem Atelier in Langen gedreht, die andere Hälfte auf Burg Adendorf. So viel darf sie auch schon vor dem Sendetermin verraten: Sie hat zwei dünne Armbänder – eines aus Gold, eines aus Silber – umgearbeitet. Das zweite „Fernsehstück“ war eine Brosche, die zwei Federn darstellt. „Das ist Schmuck, der aus der Mode gekommen ist und den heute keiner mehr so trägt“, erklärt die Fachfrau. Die Goldschmiedin ist mit ihrem Arbeitsergebnis zufrieden. Was Britta Schwalm aus dem Gold gemacht hat und ob sich dafür dann auch ein Abnehmer findet, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

VON NICOLE JOST

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