Gin-Festival

Wenn Veilchenwurz und Safran den Gin veredeln

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Edles Getränk: Alex (Mitte) und Elke Best (rechts) aus Nauheim haben beim 1. Langener Gin-festival in der Stadthalle einen Sommer- und einen Winter-Gin zum Probieren im Ausschank. Insgesamt 13 Anbieter waren dabei.

Zum ersten Langener Gin-Festival öffneten sich am Samstag die Türen der Stadthalle. An 13 Ständen konnten die Besucher überwiegend in der Region hergestellte Varianten des zur Zeit mal wieder im Trend liegenden Wacholderschnapses probieren.

Langen – Organisiert hatte das Festival der Hofheimer Event-Veranstalter Karl Kurjak, der im Taunus bereits seit zwei Jahren ähnliche Messen aufzieht. Auch ein Langener Unternehmen ist bei der Mini-Messe mit von der Partie: Enthusiastisch präsentiert Tobias Ebert von der Concorde GmbH sein Angebot an Gin-Sorten. Das ursprüngliche Spezialgebiet seiner Firma, Süßwaren und vor allem Christstollen, hatte der 40-jährige Geschäftsführer nach seiner Hochzeit vor neun Jahren auf Spirituosen erweitert, da die Familie seiner Ehefrau in Österreich eine Destillerie betreibt.

„Die haben 2007 in einer Garage angefangen, jetzt wurde gerade eine neue Produktionsanlage mit 1500 Quadratmetern Fläche in Betrieb genommen“, sagt er. Gin mit Safran, Gin mit Veilchenwurz, Kamille und Lavendel, Gin mit Limette und Mandarine und Gin, der in ehemaligen Rumfässern aus Eiche gereift ist, sind einige der Spezialitäten, die Ebert, der in der Ohmstraße auch einen Lagerverkauf betreibt, im Programm hat.

„Wir wollen Qualität ins Glas bringen und keine Massenware“, sagt er und scheut sich nicht, auch Proben renommierter Global-Player an seinem Stand zum Vergleich bereit zu halten. Wie man Gin am besten genießt? Für Tobias Ebert lautet die Antwort ganz klassisch: „Zwei cl ins Glas und dann mit Tonic auffüllen.“

Noch nicht ganz so viele Sorten gibt es am Stand der Familie Best aus Nauheim, die erst im Oktober ihre ersten beiden Gins auf den Markt gebracht hat. Auch sie kam quasi als Quereinsteiger zu dem Schnaps. „Wir stellen handgefertigte Lampen aus leeren Flaschen her“, sagt Alex Best, „dadurch kamen wir auf die Idee, auch volle Flaschen zu verkaufen.“ Gesagt, getan, ein Kontrakt mit einer Brennerei war schnell geschlossen und schon war die Marke Best-Gin geboren. Einen sommerlichen Gin mit Aromen von Zitronenmelisse, Holunder und Waldmeister sowie einen winterlichen mit Bratapfel, Kardamom und Zimt gibt’s in der Stadthalle zu probieren.

Für Organisator Karl Kurjak ist die Premiere in Langen verheißungsvoll verlaufen, mit der Besucherresonanz zeigt er sich zufrieden. „Ich kann mir schon jetzt vorstellen, dass wir mit der Veranstaltung wiederkommen“, sagt er.

VON MARC STROHFELDT

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