Ab 1. Juli 

Fahrplanwechsel bei Stadtbussen in Langen und Egelsbach - neue Betriebszeiten und Linienführung

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Ab Montag, 1. Juli, prägen die blauen Schau-ins-Land-Busse das Stadtbild. Zum Fahrplanwechsel übernimmt der neue Betreiber um Chef Ronny Hain (am Steuer) und diverse Neuerungen treten in Kraft. Stadtwerkechef Manfred Pusdrowski und Erster Stadtrat Stefan Löbig (rechts) sind zuversichtlich, dass das Gesamtpaket passt.

Verlängerte Betriebszeiten, bessere Taktung, optimierte Linienführung: Mit diesen Stichworten stimmen die Stadtwerke auf den Fahrplanwechsel bei den Stadtbussen ab kommendem Montag, 1. Juli, ein. 

Langen/Egelsbach – Nicht alles, aber vieles macht der Juli neu beim innerstädtischen Busverkehr in Langen und Egelsbach – Herzstück der Neukonzeptionierung ist ein neuer Betreiber: Das Omnibusunternehmen Schau ins Land aus Rödermark löst die Langener Firma Georg Becker GmbH ab.

Nach den Worten von Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski hat sein Unternehmen an der Seite der Kommunen Langen und Egelsbach sowie der Beratungsgesellschaft IG Dreieichbahn GmbH ein Konzept erarbeitet, das sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung orientiert. „Es berücksichtigt die Belange von älteren Menschen ebenso wie von Berufstätigen und Schülern und macht klimaschonende Mobilität für alle möglich, die auch mal aufs Auto verzichten wollen.“ Wichtig ist dem Stadtwerke-Chef freilich auch Konstanz – nämlich bei jener Frage, die Kunden bei Fahrplanwechselterminen gemeinhin am brennendsten interessiert: „An den Fahrpreisen ändert sich nichts“, betont Pusdrowski.

Längere Betriebszeiten

Das neue Angebot baut laut den Stadtwerken auf dem alten Fahrplan auf und kommt insofern von einer komfortablen Ausgangssituation. Viel besser als bisher werde künftig beispielsweise das Langener Fachmarktzentrum an der Pittlerstraße angebunden sein. Neue Haltestellen kommen bei den Neubauten im Norden der Stadt hinzu. „Insgesamt werden 13 Haltestellen neu eingerichtet – im Gegenzug fallen vier weg“, präzisiert die für den Stadtbusverkehr zuständige Stadtwerke-Mitarbeiterin Brigitte Ravensberger. Ein weiterer Pluspunkt: Die meisten Ziele sind im Halbstundentakt erreichbar, indem sich zwei Linien ergänzen.

Die längeren Betriebszeiten tragen veränderten Lebens- und Einkaufsgewohnheiten Rechnung. Fahrgäste sind später unterwegs; die Betriebszeiten der Stadtbusse werden daher werktags einschließlich samstags bis 22 Uhr ausgedehnt (aktuell ist um 19 Uhr Schluss). Nach wie vor starten die ersten Busse um 6 Uhr. Einschränkungen gibt es werktags von 20 bis 22 Uhr sowie samstags von 7 bis 9 und 16 bis 22 Uhr. In diesen Zeiträumen gilt ein 60-Minuten-Takt. Sonn- und feiertags werden auch künftig keine Stadtbusse fahren.

Neue Linien 

Neu ist, dass die Linie OF-71 (Linden - Langen Bahnhof – Bayerseich – Egelsbach Bahnhof) und die Regionalbuslinie 662 (Darmstadt-Arheilgen – Neu-Isenburg) im Abstand von 30 Minuten von Langen nach Egelsbach und umgekehrt verkehren. Damit bestehe ab Montag nicht nur werktags, sondern auch samstags eine Verbindung von und nach Egelsbach, so Pusdrowski.

Eine andere Linienführung gibt es für die OF-72 vom Neurott über Langen Bahnhof und das Nordend zum Steinberg. Neue Haltestellen an der Elisabeth-Selbert-Allee sind „Aranda-de-Duero-Platz“ und „Sophie-Scholl-Straße“. Dafür entfallen die Haltestellen „Feldbergstraße“ und „Nordendstraße“.

Ebenfalls verändert wurde die Linienführung für die OF-75. Sie verläuft künftig vom Lutherplatz über die Hans-Kreiling-Allee, die B 486 und Bahnhof Langen West bis zur Albert-Einstein-Schule. Das Fachmarktzentrum wird in beide Richtungen angebunden. Neue Haltestellen an der Hans-Kreiling-Allee sind jeweils auf beiden Seiten „Sportzentrum Nord“ und „Hans-Kreiling-Allee“. Auf der Pittlerstraße (Richtung Linden) wird die Haltestelle „Monzastraße“ vor den Parkplatz am Edeka verlegt. Zusätzlich werden jeweils auf der gegenüberliegenden Seite der bestehenden Haltestellen „Am Weißen Stein“ und „Bahnhof Westseite“ Stationen eingerichtet, außerdem zwei neue Haltestellen am Wernerplatz.

Bei Schulbussen bliebt alles beim Alten

Bei den Schulbussen bleibt alles beim Alten. Lediglich die Liniennummer ändert sich. Eine zusätzliche Fahrt für die Albert-Schweitzer-Schule ins Neurott beginnt um 15.10 Uhr.

Längere Zeiten für die Stadtbusse bedeutet kürzere für das Anruf-Sammel-Taxi (AST). Es fährt dann, wenn der Busverkehr ruht, und zwar künftig in Langen von 22.20 bis 0.20 Uhr und zusätzlich sonntags von 8.20 bis 0.20 Uhr und in Egelsbach von 21.50 bis 23.50 Uhr (sonntags von 8.50 bis 23.50 Uhr).

Manfred Pusdrowski legt Wert auf die Feststellung, dass die Stadtwerke auch in Zeiten knapper Kassen auf einen leistungsfähigen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) setzen. „Für die Stadtwerke ist der Stadtbus ungeachtet der rund 1,5 Millionen Fahrgäste jährlich ein Verlustgeschäft – für 2018 liegt das Defizit bei einer Dreiviertelmillion Euro – aber für Langen und Egelsbach ist das Nahverkehrsnetz in seinem aktuellen Zuschnitt ein Riesengewinn.“

Holger Borchard

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