Gesellschaftliche Verpflichtung

Langener Wissenschaftspreis. Forschung zur Bekämpfung von Leukämie gewürdigt

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Ausgezeichnete Forscherin: Preisträgerin Professor Daniela Krause mit (von links) Stadtwerke-Direktor Manfred Pusdrowski, Bürgermeister Frieder Gebhardt, Ministerialdirigent Dr. Lars-Christoph Nickel und Professor Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.

Für ihre Forschung zur Bekämpfung von Leukämie ist Professor Daniela Krause im Paul-Ehrlich-Institut mit dem Langener Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Den mit 15 000 Euro dotierten Preis übergab Ministerialdirigent Dr. Lars-Christoph Nickel vom Bundesministerium für Gesundheit.

Langen –  „Mit dem Preis werden Forscher geehrt, die sich mit hohem Engagement dem medizinischen Fortschritt verschrieben haben“, sagte Dr. Nickel. „Wir freuen uns, mit Professor Daniela Krause eine Wissenschaftlerin auszuzeichnen, die innovative Therapieansätze erforscht und deren schnelle Erprobung in klinischen Prüfungen maßgeblich vorbereitet“, ergänzte Professor Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel.

Das sechsköpfige Kuratorium des Preises unter Vorsitz des ehemaligen Präsidenten des PEI, Professor Johannes Löwer, hatte fünf Bewerber zu einer öffentlichen Vortragsveranstaltung in das Institut eingeladen. Die weiteren Kuratoriumsmitglieder sind Cichutek, Bürgermeister Frieder Gebhardt, Manfred Pusdrowski (Geschäftsführer der Stadtwerke Langen), Professor Hansjörg Schild (Institut für Immunologie Mainz) und Professor Erhard Seifried (DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen).

Professor Daniela Krause setzte sich mit ihrer Forschung zu „Home is where the bone is – das Knochenmarksmilieu als Einflussfaktor und innovativer Therapieansatz bei der normalen und malignen Hämatopoese“ durch. Krause und ihr Team erforschen das Knochenmarksmikromilieu bei der normalen Blutbildung sowie bei der Blutbildung bei Leukämiekranken. So sollen Angriffspunkte für Therapeutika genutzt und mit etablierten Krebstherapien kombiniert werden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu verbessern.

Langen: Preis wird alle zwei Jahre vergeben

Bereits im Jahr 1993 hat das PEI zusammen mit der Stadt den Langener Wissenschaftspreis ins Leben gerufen, der seitdem alle zwei Jahre vergeben wird und ein hohes Ansehen genießt. „Mit dem Preis machen wir deutlich, dass wir – die Stadt Langen – in der Förderung der Wissenschaft eine gesellschaftliche Verpflichtung sehen“, erläuterte Bürgermeister Gebhardt. Und er betonte: „Wir freuen uns, dass im Sommer die Entscheidung gefallen ist, dass auch der Standort des neuen Gebäudes des PEI im Neurott sein und damit ein für das gesundheitliche Wohl der Bevölkerung wichtiges Bundesinstitut weiterhin seinen Sitz in Langen haben wird.“

Seit Beginn fördern die Stadtwerke Langen die Vergabe des Wissenschaftspreises. Direktor Pusdrowski sieht dieses Engagement in der Tradition des mehrheitlich kommunalen Unternehmens, Verantwortung für das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Gemeinwohl zu übernehmen und gesellschaftliche Belange zu fördern. Eine Veranstaltung wie die Preisverleihung diene darüber hinaus dem Dialog, erklärte Pusdrowski vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die anschließend bei der benachbarten Deutschen Flugsicherung (DFS) die Gelegenheit zum Meinungsaustausch nutzten.

Von dem Preis hat im Übrigen auch der Langener Nachwuchs etwas – denn wer kann überzeugender vermitteln, wie spannend und wichtig biomedizinische Forschung ist, als die Akteure selbst? In guter Tradition wird Krause in einer Langener Schule über ihre Forschung berichten.  ble

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