Hilfe auf kurzem Dienstweg

Gesperrte Halle: Das sind die Alternativen für Schüler und Sportler

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Seit rund einer Woche ist die Halle geschlossen.

Gut eine Woche ist es her, dass der Kreis als Schulträger die Hiobsbotschaft verkündet und mit sofortiger Wirkung die Sporthalle der Albert-Einstein-Schule geschlossen hat. Ein harter Schlag für die Gesamtschule im Linden, aber auch für alle Vereinssportler, die die Halle regelmäßig nutzen.

Langen – Von jetzt auf gleich ist guter Rat teuer gewesen, sowohl bei Schulleiterin Susanne Fritz als auch im städtischen Sportamt im Rathaus. Wo sollen die Schüler nun Sportunterricht haben, wo kommen die Vereine unter? Sowohl Fritz als auch der städtische Fachbereichsleiter Joachim Kolbe berichten von alles andere als langen (Telefon-)Leitungen und kurzfristigen Schachzügen, um die Hallenschließung bestmöglich zu kompensieren. „Das ist weitgehend gelungen“, fasst Kolbe mit Blick auf die Sportvereine zusammen. So könnten Judokas und SSG-Turner im Sportzentrum Nord unterkommen, den TV-Fechtern und -Basketballern habe man einen Raum im Jugendzentrum an der Nördlichen Ringstraße zur Verfügung gestellt. Die SSG-Leichtathleten weichen ins Freizeitcenter an der Rechten Wiese aus – in der Hoffnung auf gutes Wetter, um möglichst oft die Außenanlagen nutzen zu können. Auch die FCL-Kicker zieht es wieder ins Freie, zumal die Zeitumstellung in Reichweite kommt. Nur Vereinen und Abteilungen, die ihren Sport in der Regel im Freien ausüben, habe man keine Ersatzbelegung ermöglichen können, schränkt Kolbe ein. Das betrifft zwei Fußballgruppen.

Schulleiterin Fritz berichtet von guten Gesprächen mit dem Turnverein, den Langener Schulen und der katholischen Gemeinde. Ebenso bemühe die Kreisverwaltung sich, alternative Unterschlüpfe aufzutun. „Die Georg-Sehring-Halle des TV Langen gerade gegenüber auf der anderen Straßenseite entpuppt sich als Glück im Unglück für uns. Wir können die Halle vormittags nutzen und fahren für den Sportunterricht eine Doppelbelegung.“ Den Klassen fünf bis neun stehe zudem vorerst ein Saal im Gemeindehaus Heiliger Thomas von Aquin, wenige hundert Meter entfernt von der Schule, zur Verfügung. „Die Dreieichschule hat Platz für unsere Handball-AG und nach Rücksprache des Kreises mit der Leitung der Egelsbacher Wilhelm-Leuschner-Schule könnte auch in der dortigen Sporthalle noch etwas Luft für uns sein“, so Fritz weiter. Letzteres bedinge einen Bustransfer, was freilich laut erster Einschätzung aus dem Kreishaus kein Ding der Unmöglichkeit sein müsse.

Fotos: Großbrand einer Sporthalle in Rüsselsheim

Klar ist laut Fritz: Die Sportstundenpläne haben oberste Priorität, aber: „Wir wollen auch gern unsere bewegte Pause aufrecht erhalten.“ Diese bot die Schule bislang viermal die Woche an – angesagt sind Bewegung, Tanz, Ballsport und mehr. „Wir bemühen uns, dieses wertvolle Angebot aufrechtzuerhalten, bei schönem Wetter gehen wir dafür definitiv ins Freie.“

Von Holger Borchard

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