Neubaugebiet

Gestaltung des Aranda-de-Duero-Platzes an der Selbert-Allee nimmt Form an

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Mächtig viele Kräne: Der Blick von der Brücke über der Nordumgehung auf das künftige Wohngebiet. 2020 sollen die Häuser im Aranda-Quartier stehen.

Im Stadtplan ist er längst eingezeichnet, jetzt geht es darum, wie er aussehen soll: der Aranda-de-Duero-Platz im künftigen Neubaugebiet an der Elisabeth-Selbert-Allee.

Langen – Bis 2020 sollen in der Nähe zu den Einkaufsmärkten an der Winkelwiese sechs Mehrfamilien- und 82 Reihenhäuser entstehen. Etwa in der Mitte der Allee – im Herzen des sogenannten Aranda-Quartiers – ist ein öffentlicher Platz vorgesehen, der den Namen von Langens spanischer Partnerstadt trägt. Nun liegt den Stadtverordneten der Entwurf für dessen Gestaltung vor.

Den Platz baut die Emag, eine Tochter der Mainzer Aufbaugesellschaft und des Heidelberger Wohnimmobilienprojektentwicklers Epple, die auch das neue Wohngebiet entwickelt. Der Vorteil für die Stadt: Sie muss für den neuen Platz kein Geld in die Hand nehmen, die Kosten trägt der Investor. Für die Gestaltung gilt nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt die städtische Vorgabe, dass der Platz alle Altersgruppen zum Verweilen einlädt. Zur angrenzenden Bebauung und zu den Privatgärten werde er durch Bepflanzung und niedrige Mauern etwas abgeschirmt. Zugleich soll sie sich gegenüber dem Viertel öffnen, einsehbar sein und ruhige Ecken bieten, so der Rathauschef.

Nach mediterranem Vorbild

Das Konzept des Bauträgers, das sich nicht nur an den neuen Häusern, sondern eben auch dem neuen Platz zeigt, orientiert sich auch optisch an der spanischen Partnerstadt. Die Kommune mit 32  523 Einwohnern liegt im Norden Spaniens, in der Weinregion Ribera del Duero. Die für Aranda typischen Fassadenfarben haben nach Angaben des Projektentwicklers das Farbkonzept der Häuser und des Platzes inspiriert: Mediterrane Sand- und Brauntöne sollen an die Steinbauten dort erinnern. Für die architektonischen Formen haben die Planer ebenfalls Inspiration auf der iberischen Halbinsel gesucht.

Ein Architekturbüro hat die 1 500 Quadratmeter große Fläche in drei Zonen aufgeteilt. Den sonnigen Kern bilden ein heller Belag, blühende Gehölze, mobile Sitzelemente, ein Holzdeck mit verschiedenen Höhen und ein Wasserspiel in Form einer Schwengelpumpe. Hier können Kinder spielen, Jugendliche sich sonnen. Links und rechts der Plaza haben die Planer Bänke unter Ahornbäumen auf einem Plattenbelag angeordnet. Dort können sich Besucher – nach mediterranem Vorbild – im Schatten ausruhen und das Treiben auf dem Platz beobachten. Für den westlichen Abschnitt ist eine höhere Strauchbepflanzung vorgesehen, die in Richtung der Wohnbebauung als lockerer Sichtschutz dient.

Schattige Sitzbänke auf hellem Boden: So soll der öffentliche Platz im neuen Aranda-Quartier (rechts verläuft die Elisabeth-Selbert-Allee) aussehen.

Zur Straße hin sollen blütenreiche Stauden und Gräserflächen gesetzt werden. „Die Materialien orientieren sich am Erscheinungsbild der Partnerstadt. Sitzbänke in zeitlosem Design, Bodenbeläge aus Naturstein, wassergebundene Wegedecken und Holz bilden die Verbindung aus mediterraner Wärme und Modernität“, formuliert das Wiesbadener Büro Die Landschaftsarchitekten. Wie Gebhardt erklärt, ist durch Stromanschlüsse und Wasserversorgung die Voraussetzung für Stadtteilfeste und andere Veranstaltungen auf dem neuen Platz geschaffen. „Dadurch wird unsere künftige Plaza zu einem pulsierenden Herz, wie wir es aus südlichen Ländern kennen“, meint der Bürgermeister. In Gesprächen mit der Stadtverwaltung in Aranda de Duero hat er ausgelotet, ob sich die Spanier in die Gestaltung mit einbringen möchten. „Wir haben bei unseren Partnern offene Türen eingerannt und es gibt auch eine Idee.“ Mehr will der Bürgermeister aber noch nicht verraten.  jrd

Im Stadtparlament

Der Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr hat sich einstimmig für den Entwurf zur Platzgestaltung

ausgesprochen. Die Beschlussfassung liegt den Stadtverordneten am Donnerstag, 5. September, vor.

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