Sozialdemokraten bringen Vorschlag ein

Senkung der Temperaturen in der Stadt: Heller Asphalt für besseres Mikroklima

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Symbolbild: Die Stadt Langen will etwas mehr für den Klimaschutz tun. 

Nicht erst seit „Fridays for future“ beschäftigt sich die SPD Langen mit der Klimaveränderung und dem Handlungsbedarf, der sich daraus ergibt.

Langen – „Wir haben vergangenes Jahr im Rahmen einer Klausurtagung die Gründung verschiedener Arbeitsgruppen beschlossen, so unter anderem eine AG Klimaschutz, die jetzt Resultate vorlegt“, sagt Ortsvereinsvorsitzender Joachim Knapp, der auch Mitglied im Bauausschuss ist.

„Uns geht es nicht um populistische Schnellschüsse, sondern um wohlüberlegte und umsetzbare Vorschläge“, so der Leiter der Arbeitsgruppe, Christian Rücker: „Der städtische Lebensraum ist bekanntlich zahlreichen Einwirkungen ausgesetzt, die die Umweltqualität und damit unsere Gesundheit beeinflussen.“ Die Verdichtung der Bebauung und der hohe innerstädtische Autoverkehr seien allseits bekannte Beispiele. Eine weitere beeinflussbare Ursache, die das Mikroklima einer Stadt prägen, seien die Straßenasphaltoberdecken. Diese sollten in Langen, so die SPD-AG, in Zukunft nur noch in aufgehellter Form ausgeführt werden, auch wenn Reparaturen anstehen. Damit hätten andere Städte, beispielsweise Düsseldorf und Köln, schon gute Erfahrungen gemacht.

Die SPD-Fraktion hat dazu einen Antrag eingebracht und den Magistrat zugleich aufgefordert, die gegebenenfalls entstehenden Mehrkosten zu ermitteln und im Etat 2020 darzustellen.

„Dunkle Asphaltflächen heizen sich deutlich schneller auf als helle und reagieren auf Hitze bekanntlich wie ein Wärmereservoir. Hellere Asphaltoberflächen hingegen sorgen für eine bessere Reflexion des Sonnenlichts und mindern dadurch die Bodentemperatur. Und das nicht nur direkt auf der asphaltierten Straße, sondern auch in deren Umfeld“, so die SPD. In der Nacht sorgten helle Asphaltflächen zudem für mehr Helligkeit, was sogar zu Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung führen könne. Um auch die Art und Weise der Asphaltdeckungen so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten, sollte nach Willen der SPD ein natürliches Aufhellungsmaterial wie das Henauer Quarzit verwendet werden. Denn künstliche Aufhellungsmaterialien erforderten eine ressourcenaufwendige Produktion, was der Umwelt auch nicht zuträglich sei.

„Wir sind davon überzeugt, dass der von uns geforderte hitzereduzierende helle Asphalt nicht nur in den Neubaugebieten Liebigstraße und Belzborn eine gute Möglichkeit ist, das Mikroklima in unserer Stadt nachhaltig positiv zu beeinflussen. Falls Mehrkosten anfallen sollten, sind diese eine gute Investition in eine umweltfreundlichere Zukunft“, ist sich die SPD-Fraktion sicher.  

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