Rettungsvorschlag für Lichtburg

Jusos würden Kino gerne in Bürgerhand „wiederbeleben“

+
Neue Hoffnung für die Lichtburg? (Symbolbild)

Im März hat das Lichtburg-Kino in der Langener Bahnstraße geschlossen. Die laufenden Einnahmen deckten die Kosten nicht mehr, auch ein Insolvenzverfahren konnte das Kino nicht mehr retten. Doch jetzt gibt es neue Hoffnung. 

Langen – Das sorgte für einen Aufschrei in der Bevölkerung, die Stadt wollte sich dafür einsetzen, gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter eine Lösung zu finden –- im Gespräch mit den Eigentümern. Seitdem sind die Schaufenster, in denen einst die Filmplakate hingen, leer. Die Suche nach einem Nachfolger, der die Lichtburg wieder eröffnet, gestaltet sich schwierig.

Die Jusos Langen-Egelsbach haben nun einen Vorschlag, wie man dem Lichtburg-Cinema neues Leben einhauchen könnte. Die Mitgliederversammlung hat einen Antrag gestellt, das Filmtheater als Bürgerkino neu aufzustellen. Die Idee der jungen Sozialdemokraten: Ein Verein organisiert den Kinobetrieb, die Stadt subventioniert ihn. „Ähnliche Projekte finden sich bereits in anderen Gemeinden und Städten und sind nach unserer Ansicht eine gelungene Alternative“, sagt der Juso-Vorsitzende Niklas Alexander Berger. Einen entsprechenden Antrag haben die Jusos an die Langener SPD-Fraktion übergeben.

Fokus auf sozialem Wohnungsbau

Außerdem beschloss die sozialdemokratische Jugendorganisation bei ihrer Versammlung, dass bei allen Neubau- oder Verdichtungsmaßnahmen verpflichtend ein Anteil von 35 Prozent sozialem Wohnungsbau eingehalten werden soll. „In Langen und Egelsbach steigen die Mieten, gleichzeitig wird der soziale Wohnraum knapper“, sagt Berger. Der Antrag gemäß dem einstimmigen Beschluss der Jusos ging der Langener SPD-Stadtverordnetenfraktion und der Egelsbacher Gemeindefraktion zu.

In einem weiteren Vorstoß an beide Adressaten machen sich die Jusos dafür stark, dass bei allen Neubauprojekten in beiden Kommunen Steingärten aus Umweltschutzgründen verboten werden – zum Beispiel durch eine Gestaltungssatzungsänderung. Nur zehn Prozent eines Gartengrundstückes sollten – zum Beispiel für Brunnenbau – besteint sein, fordern die Jusos. Um das Grün in der Stadt dreht sich ein weiterer Antrag, auf den sich die Mitglider einigten. Darin fordern sie Langen und Egelsbach auf, alle Freiflächen an Bauland, die den Kommunen gehören, weitestmöglich zu begrünen. „Mit dieser Reihe von Anträgen und Forderungen wollen wir zeigen, dass wir sozial und ökologisch miteinander verbinden wollen, statt beide Themenkomplexe gegeneinander auszuspielen“, betont Berger. Günstiger und guter Wohnraum müssten ebenso möglich sein wie ein gesundes Mikroklima. Dieser Spagat müsse gelingen. „Wir pochen auf die attraktive Lage von Langen und Egelsbach innerhalb des Rhein-Main-Gebietes und sind uns bewusst, dass Kostenerhöhungen auf die Bauträger und die Stadt- und Gemeindehaushalte zukommen“, so der Vorstand.  

jrd

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare